Widerruf der Dauerfristverlängerung bewirkt keine Erstattung der Sondervorauszahlung

Entsteht ein Guthaben aus der Sondervorauszahlung durch Widerruf der Dauerfristverlängerung, ist dieses vorrangig mit der Umsatzsteuer des laufenden Jahres zu verrechnen.

Im vorliegenden Fall war der Kläger als Insolvenzverwalter für eine GmbH tätig. Die GmbH hatte im Februar 2004 eine sog. Dauerfristverlängerung  beantragt und die Sondervorauszahlung (1/11 der Vorauszahlungen des Vorjahres) auch bezahlt. Ebenfalls im Februar 2004 beantragte die GmbH die...

Familiengesellschaften können nur angemessene Gewinne verteilen

Ist eine Gewinnbeteiligung eines atypisch stillen Gesellschafters in einer Familiengesellschaft unangemessen hoch wird der Beteiligungsbetrag gekürzt.

Im vorliegenden Fall ging es um eine OHG mit einem Mehrheitsgesellschafter, dessen Sohn seit 1993 an der OHG eine typisch stille Beteiligung hielt. Der Sohn hatte eine Einlage von 150.000 DM zu leisten, die jährlich mit 5 % zu verzinsen...

Auch für Freiberufler gilt ab 2007 die Regeln des Investitionsabzugsbetrag

Die neuen Regelungen des § 7g EStG gelten bei Freiberuflern mit einem Wirtschaftsjahr, das dem Kalenderjahr entspricht, ab 2007.

Im vorliegenden Fall hatte ein Arzt bei seiner Gewinnermittlung für 2007 eine gewinnmindernde Ansparabschreibung gebildet. Dabei ging er davon aus, dass für das Jahr 2007 noch die Altregelung zu berücksichtigen sei. Das Finanzamt sah das anders und berücksichtigte die Ansparabschreibung...

Es bleibt dabei: kein Vorsteuerabzug bei steuerfreier Vermietung

Ein gemischt genutztes Gebäude, dass aber ausschließlich für steuerfreie Umsätze verwendet wird, berechtigt nicht zum Vorsteuerabzug.

Wir berichteten bereits am 8. Februar 2009 über diesen vorliegenden Fall mit Urteil des Bundesfinanzhofs vom 8. Oktober 2008. Hier wurde ein Gebäude ausschließlich für umsatzsteuerfreie Umsätze genutzt. Allerdings handelte es sich um eine gemischte Nutzung, zum Teil aus der...

Geldwerter Vorteil für gelegentliche Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte

Wird ein Dienstwagen nur selten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genutzt, fällt der geldwerte Vorteil geringer aus.

Im vorliegenden Fall klagte ein leitender Angestellter, der eine Dienstwohnung bewohnte. In dem Gebäude befanden sich außerdem zwei Büroräume, die vom Arbeitgeber zur Erledigung der dienstlichen Aufgaben ausgestattet wurden. Auch stand dem Angestellten ein Dienstwagen mit Fahrer zur Verfügung. Das...

Umsatzsteuer als Masseverbindlichkeit oder Insolvenzforderung

Bei der Umsatzsteuer, die der Insolvenzverwalter nach der Insolvenzeröffnung vereinnahmt und die nach der Istversteuerung ermittelt wird, handelt es sich um Masseverbindlichkeiten.

Im vorliegenden Fall ging es um einen Bauunternehmer, der seine Umsätze nach vereinnahmten Entgelten ermittelte. Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch das Amtsgericht am 16.08.2004 vereinnahmte der Insolvenzverwalter in den Streitjahren 2004 und 2005 Entgelte für vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens...

Sacheinlagen der Gesellschafter bei der Differenzbesteuerung

Bei der Differenzbesteuerung ist eine entgeltliche Lieferung an den Wiederverkäufer Voraussetzung.

Im vorliegenden Fall betrieb eine GbR einen Antiquitätenhandel und versteuerte dabei die Umsätze nach der Differenzbesteuerung des § 25a UStG. D. h. die GbR versteuerte nur die Differenz zwischen dem Einkaufspreis (von Privatpersonen angekaufte Antiquitäten) und dem Verkaufspreis. Voraussetzung hierfür...

Reitpferde gehören zum landwirtschaftlichen Betrieb

Der Verkauf von selbst ausgebildeten Reitpferden fürht nicht zu einem gewerbesteuerlichen Gewerbebetrieb.

Nach den maßgeblichen Rechtsnormen des Einkommensteuer- und Bewertungsgesetzes (§ 13 (1) Nr. 1 S. 4 EStG i.V.m. § 51 (4) S. 1 BewG sowie Anlagen 1 und 2 zum BewG) gehören Pferde zur Landwirtschaft. Dabei ist allerdings zu beachten dass...

Zerlegung der Gewerbesteuer bei Geschäftsführung durch Fremde

Auch bei einer GmbH & Co. KG mit einer fremden Geschäftsführung ist ein fiktiver Arbeitslohn zu berücksichtigen.

Im vorliegenden Fall wurde eine Windkraftanlage durch eine GmbH & Co. KG betrieben. Während die Anlage auf dem Gebiet der Gemeinde „Hier“ lief, befand sich die Geschäftsleitung in der Gemeinde „Dort“. Die Komplementär-GmbH war eine 100%ige Tochter einer anderen GmbH....

Die Anlage EÜR muss nicht ausgefüllt werden

Das Finanzgericht Münster hat entschieden, dass die Anlage EÜR nicht zwangsläufig ausgefüllt werden muss.

Im vorliegenden Fall ermittelte ein Unternehmer seinen Gewinn durch eine Einnahmenüberschussermittlung. Diese erstellte er mittels DATEV-System.  Ohne die Anlage EÜR auszufüllen reichte er dann die Einnahmenüberschussermittlung beim Finanzamt ein. Das Finanzamt erhob zwar keine Einwände gegen die Höhe der Einkünfte,...