Voller Betriebsausgabenabzug für Leasingfahrzeuge

Die bisher gängige Praxis der Finanzämter den Betriebsausgabenabzug für unter 50% beruflich genutzte Pkws einzuschränken hat das Finanzgericht Köln ignoriert.

Im vorliegenden Fall nutzte ein Zahnarzt seinen geleasten Pkw zu 30% für seine freiberufliche Tätigkeit. In der Einnahmen-Überschussrechnung berücksichtigte er die gesamten Pkw-Kosten als Betriebsausgaben und versteuerte im Gegenzug die private Nutzung nach der sog. 1%-Regelung. Das Finanzamt wollte den...

Tageszeitung als reines Privatvergnügen

Der Bezug einer allgemeinen Tageszeitung ist steuerlich nicht berücksichtigungsfähig.

Im vorliegenden Fall hatte ein Steuerberater geklagt, weil er die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ als Werbungskosten (oder Betriebsausgaben) absetzen wollte. Dabei stütze er sich auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs, in dem ein Steuerberater zur Vermeidung von Regressansprüchen eine gut informierte Tageszeitung...

§ 6b EStG-Rücklage kann nicht auf geschenkte Grundstücke übertragen werden

Werden einem Unternehmer Grundstücke geschenkt kann er hierauf keine Rücklagen nach § 6b EStG übertragen.

Im vorliegenden Fall erwarb der Kläger in 1997 von seinem Vater im Wege der vorweggenommenen Erbfolge einen landwirtschaftlichen Betrieb. Durch Grund- und Bodenverkäufe hatte der Vater stille Reserven aufgedeckt und hierfür eine Rücklage nach dem § 6b (3) EStG gebildet....

Keine zeitlichen Einschränkungen zur Wahl der Gewinnermittlungsart

Die Gewinnermittlungsart kann noch während der Erstellung des Jahresabschlusses gewählt werden.

Gewerbetreibende, die nicht nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) oder durch Überschreiten von bestimmten steuerlichen Grenzen (z. B. Umsatz) buchführungspflichtig sind, können zwischen Einnahmen-Überschussrechnung und Bilanz wählen. Im vorliegenden Fall ging es um eine GbR deren zwei Gesellschafter ein zunächst...

Auch für Freiberufler gilt ab 2007 die Regeln des Investitionsabzugsbetrag

Die neuen Regelungen des § 7g EStG gelten bei Freiberuflern mit einem Wirtschaftsjahr, das dem Kalenderjahr entspricht, ab 2007.

Im vorliegenden Fall hatte ein Arzt bei seiner Gewinnermittlung für 2007 eine gewinnmindernde Ansparabschreibung gebildet. Dabei ging er davon aus, dass für das Jahr 2007 noch die Altregelung zu berücksichtigen sei. Das Finanzamt sah das anders und berücksichtigte die Ansparabschreibung...

Verbilligte Haustarife an den Versicherungsvertreter erhöhen den Gewinn

Gewährt eine Versicherung ihren Vertretern verbilligte Haustarife für eigene Versicherungen führt dies zu steuerpflichtigen Einnahmen.

Im vorliegenden Fall ging es um einen selbstständigen Versicherungsvertreter einer Versicherung. Anstatt einer Provision für die eigenen Lebens- und Sachversicherungen den Haustarif erhalten Daraufhin bewertete das Finanzamt den geldwerten Vorteil  mit der Differenz zwischen Haus- und günstigstem Kundentarif und erhöhten...

Das Arbeitszimmer der Dozenten

Der qualitative Schwerpunkt der Tätigkeit eines Dozenten liegt am Vortragsort.

Im vorliegenden Fall ging es um einen pensionierten Beamten (Kläger), der neben seinen Versorgungsbezügen Einkünfte aus selbstständiger Arbeit erzielte. In seinem häuslichen Arbeitszimmer führte er eine Kanzlei für Rechtsbeistand, übte eine schriftstellerische Tätigkeit aus und bereitete sich dort auf Lehr-...

Die Anlage EÜR muss nicht ausgefüllt werden

Das Finanzgericht Münster hat entschieden, dass die Anlage EÜR nicht zwangsläufig ausgefüllt werden muss.

Im vorliegenden Fall ermittelte ein Unternehmer seinen Gewinn durch eine Einnahmenüberschussermittlung. Diese erstellte er mittels DATEV-System.  Ohne die Anlage EÜR auszufüllen reichte er dann die Einnahmenüberschussermittlung beim Finanzamt ein. Das Finanzamt erhob zwar keine Einwände gegen die Höhe der Einkünfte,...

Ebay-Handel: Big brother is watching you

Bin ich Händler oder Privatanbieter bei Ebay? Welche steuerlichen Pflichten muss ich beachten? Wie vermeide ich unangenehme steuerliche Konsequenzen? Was weiß das Finanzamt von mir?

Der Ebay-Anbieter hat es schwer. Die Waren, die er anbietet, gehen schnell über den Markt und er bietet alles an. Aber die steuerlichen Pflichten drücken auf seiner verkaufsfreundlichen Seele. Er ahnt, es gibt vielleicht noch Pflichten, nur fehlt ihm die...

Für Standardsoftware gelten die Regeln wie für bewegliches Anlagevermögen

Standardsoftware gilt trotz des geistigen Inhalts als körperliche Ware.

Nach der (wiederholten) Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs stellt sog. Standardsoftware einen körperlichen Gegenstand dar. Es handelt sich dabei ausdrücklich nicht um ein immaterielles Wirtschaftsgut, dies stellte auch der Bundesfinanzhof fest und erklärte, dass dem auch steuerlich zu folgen sei. Zwar steht...