Unternehmensberater mit mehreren Leasingfahrzeugen

Bei mehreren Leasingfahrzeugen eines Unternehmensberaters kennt die Finanzverwaltung keine Gnade.

Ein Unternehmensberater, der seinen Gewinn durch eine Einnahmen-Überschussrechnung ermittelt, hatte für sein Unternehmen ein Fahrzeug geleast. Schon vor Beendigung des Leasingvertrags wurde dieses erste Fahrzeug nicht mehr genutzt und durch ein zweites Fahrzeug ersetzt. Auch das zweite Fahrzeug wurde geleast....

Geringwertige Wirtschaftsgüter ab 2010

Wiedereinführung eines Klassikers.

Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz soll der Wirtschaft wieder Aufschwung verschaffen. Unter anderem soll dies durch die Wiedereinführung der alten Regelung für geringwertige Wirtschaftsgüter bewerkstelligt werden. Durch das Unternehmensteuerreformgesetz war für geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Nettopreis von 150,01 Euro bis 1.000 Euro die...

Kfz im gewillkürten Betriebsvermögen eines Freiberuflers

Bis zum Veranlagungszeitraum 2005 können Betriebsausgaben von Fahrzeugen des gewillkürten Betriebsvermögens voll abgesetzt werden.

Im vorliegenden Fall ging es um ein Leasingfahrzeug eines Zahnarztes (Freiberuflers). Das Finanzamt hatte hier für die Streitjahre 2000 bis 2002 einen Betriebsausgabenabzug in Höhe der betrieblichen Nutzung von 30% zugelassen. Das Finanzgericht Köln entschied jedoch, dass das Nutzungsrecht eines...

Zugriffsrecht der Betriebsprüfer

Der Betriebsprüfer darf nicht auf sämtliche elektronische Daten zugreifen.

Im vorliegenden Fall klagte eine Freiberufler-Sozietät, die ihren Gewinn durch eine Einnahmen-Überschussrechnung (§ 4 (3) EStG) ermittelten. Während einer Außenprüfung hatte die Sozietät dem Prüfer den Zugriff auf die freiwillig erstellte elektronische Bestandsbuchhaltung verweigert. Daher stellte sich die Frage, wie...

Abflusszeitpunkt der Umsatzsteuervorauszahlung

Die OFD Rheinland hat sich mit dem Abflusszeitpunkt von Umsatzsteuervorauszahlungen beschäftigt, die durch das Finanzamt abgebucht werden.

Immer wieder kam die Frage auf, zu welchem Zeitpunkt eine Umsatzsteuervorauszahlung, die mittels Lastschrift gezahlt wird, als abgeflossen  gilt. Ist hier der Fälligkeitszeitpunkt maßgeblich oder der spätere Abbuchungstag? Denn bei Erteilung einer Einzugsermächtigung wird erst „um den 14. eines Monats“...

Entgeltliche Aufnahme in Einzelpraxis

Wer erhält die AfA-Beträge bei einer entgeltlichen Aufnahme in eine Einzelpraxis?

Im vorliegenden Fall betrieb der Kläger zunächst eine ärztliche Einzelpraxis und gründete später mit einem anderen Arzt eine GbR zur gemeinsamen Berufsausübung. Sie vereinbarten die Einnahmen und die Ausgaben jeweils zur Hälfte zu übernehmen. Der Kläger brachte – wie vereinbart...

Verminderung der Überentnahmen – oder auch nicht

Die Einschränkung des Schuldzinsenabzugs lässt manche Unternehmer kreativ werden.

Nach § 4 (4a) EStG  wird der betriebliche Schuldzinsenabzug eingeschränkt, wenn sog. Überentnahmen getätigt werden. Eindeutig private Schuldzinsen sind von vorneherein keine Betriebsausgaben und Schuldzinsen für die Anschaffung von Betriebsvermögen sind unbeschränkt als Betriebsausgaben abziehbar. Es geht im Wesentlichen um...

Vorauszahlung der ärztlichen Verrechnungsstelle

Zahlt die ärztliche Verrechnungsstelle Honorare voraus, die zu dem Zeitpunkt noch nicht verbucht sind, handelt es sich um Betriebseinnahmen.

Im vorliegenden Fall ging es um einen Arzt, der von der ärztlichen Verrechnungsstelle im Jahr 2001 Honorare erhalten hatte, obwohl die Verbuchung der Einnahmen noch nicht erfolgt war. Hierdurch entstand eine Kontoüberziehung. Die Kontodeckung trat erst im Folgejahr ein, nach...

Ansparrücklage bei Neugründungen

Die Bildung einer Ansparrücklage bei Neugründungen unterliegt strengeren Voraussetzungen.

Im vorliegenden Fall erzielte der Kläger neben Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit als Controller auch gewerbliche Einkünfte. Er machte dabei einen Verlust geltend, der im Wesentlichen aus Ansparabschreibungen resultierte. Dabei gab er an, dass das Gründungsdatum für die selbstständige Tätigkeit der...

Sondertilgungen und passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Ein für einen Zinszuschuss gebildeter passiver Rechnungsabgrenzungsposten ist bei Sondertilgungen anteilig aufzulösen.

Im vorliegenden Fall nahm der Inhaber (Kläger) eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs für eine betriebliche Investition zwei Abzahlungsdarlehen und ein Tilgungsdarlehen auf. Nach dem Agrarinvestitionsförderungsprogramm erhielt der Kläger für das Investitionsvorhaben einen abgezinsten Zinszuschuss. Auf Basis einer Zinsverbilligung von 5%...