Versteuerung der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften

Die rückwirkende Änderung der Wesentlichkeitsgrenze die zu steuerpflichtigen Veräußerungen von Anteilen an Kapitalgesellschaften führt ist nichtig.

Ist ein Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft auch Gesellschafter und hält er mindestens 1% der Anteile (über die letzten fünf Jahre) sind Gewinne aus der Veräußerung der Beteiligung steuerpflichtig. Bis 1998 waren diese Gewinne nur steuerpflichtig, wenn der Gesellschafter zu mindestens 25%...

Verlustvortrag bei Verschmelzung

Der Verlustvortrag bei Verschmelzung bleibt auch dann erhalten, wenn eine andere Kapitalgesellschaft den Verlustbetrieb fortführt.

Im vorliegenden Fall erwarb eine GmbH (Klägerin) alle Anteile an einer zweiten GmbH. Diese GmbH wurde anschließend auf die Klägerin verschmolzen. Ein Jahr später wurde das operative Geschäft der Klägerin wiederum auf eine dritte GmbH übertragen. Das Finanzamt strich daraufhin...

Beschränkt steuerpflichtige Kapitalgesellschaften zahlen Kapitalertragsteuer

Für beschränkt steuerpflichtige Kapitalgesellschaften ist die Steuerbefreiungsvorschrift des § 8b KStG nicht anwendbar.

Im vorliegenden Fall erhielt eine schweizerische Kapitalgesellschaft (Klägerin) im Jahr 2002 von einer deutschen AG eine Dividende. Hierbei wurde Kapitalertragsteuer in Höhe von 20% einbehalten. Zu einem späteren Zeitpunkt erstattete das Bundesamt für Finanzen ein Viertel der Kapitalertragsteuer und stellte...

Durch Strukturwandel vom landwirtschaftlichen zum gewerblichen Betrieb

Die Umstrukturierung und Kapazitätserweiterung eines landwirtschaftlichen Betriebs kann zur Gewerblichkeit führen.

Im vorliegenden Fall ging es um einen Landwirt, der 1995 die Bildung einer Rücklage nach Zonenrandförderungsgesetz (ZRFG) in Höhe von 1.000.000 DM für den geplanten Neubau eines Schweinestalls beantragte. Die Rücklage wurde gewährt und daraufhin der Stall in 1996 fertig....

Übergang von Grundstücken auf eine Gesamthand und Grunderwerbsteuer

Wird ein Gesamtplan rückwirkend aufgegeben, wonach eine Grunderwerbsteuervergünstigung nicht gewährt werden konnte, handelt es sich um ein rückwirkendes Ereignis.

Im vorliegenden Fall war eine GmbH zu 99% an einer GbR beteiligt. Die GmbH veräußerte ein Grundstück an die GbR mit der Verpflichtung auf diesem ein Gebäude mit sechs Wohneinheiten zu bauen. Außerdem vereinbarten die GmbH und die GbR, dass...

In der Krise muss der Geschäftsführer verzichten

In einer Krisensituation ist der Gesellschafter-Geschäftsführer zur Gehaltsreduzierung verpflichtet.

Im vorliegenden Fall wurde der Geschäftsführer einer GmbH vom Insolvenzverwalter auf Schadenersatz in Anspruch genommen, da er sein Gehalt in der Krise nicht reduziert hatte. Das Oberlandesgericht Köln stellte fest, dass der Schadenersatzanspruch zu Recht gestellt wurde. Die Krisensituation der...