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(c) カシス - Fotolia.com

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Dieses Spiel kennen alle Unternehmer: Die Umsatzsteuer aus Eingangsrechnungen kann nur dann als Vorsteuer geltend gemacht werden, wenn eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegt.
Hier ging es um den folgenden Fall: Das Finanzamt stritt sich mit dem Kläger um die Höhe des Vorsteuerabzugs. Die Originalrechnungen waren durch Diebstahl abhandengekommen. Deshalb wollte das Finanzamt die Vorsteuern mit 60% der angemeldeten Beträge schätzen. Die Steuerkanzlei, die die Originalrechnungen verbucht hatte, stellte sich als Zeuge zur Verfügung.
Der Bundesfinanzhof stellte klar, dass der Unternehmer die Darlegungs- und Feststellungslast für alle Tatsachen, die den Vorsteuerabzug begründen, trägt. D.h., dass er auch darzulegen und nachzuweisen hat, dass ihm eine ordnungsgemäße Rechnung vorlag. Dass diese Rechnung auch noch in einem späteren Zeitpunkt vorliegen muss fordert das Umsatzsteuergesetz dagegen nicht. Den Nachweis, dass dem Unternehmer die Rechnung bereits vorlag und damit die Voraussetzung erfüllt war, kann der Unternehmer nicht allein durch Vorlage der Rechnung erbringen. Andere zulässige Beweismittel im Sinne der Finanzgerichtsordnung sind Kopien oder auch Zweitausfertigungen des Originals. Wichtig ist, dass das Finanzamt oder auch das Finanzgericht zu der Überzeugung kommt, dass ursprünglich die Voraussetzungen erfüllt waren. Sind verloren gegangene Rechnungen nicht mehr zur rekonstruieren, bleibt als Ermittlung der abziehbaren Vorsteuern nur die Schätzung.
(BFH vom 23.10.2014 – V R 23/13)

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