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Vor kurzem hatte das Bundesministerium der Finanzen ein Schreiben veröffentlicht zur Berechnung der Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten durch die Angehörigen der freien Berufe. Darin wurde die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs ausgewertet bzw. ausgeführt. Der BFH hatte geurteilt, dass die Berechnung der Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten für Freiberufler nicht möglich ist, wenn der Freiberufler buchführungspflichtig ist oder freiwillig Bücher führt. Die Finanzverwaltung stellte dann klar, dass die Genehmigung der sog. Ist-Versteuerung (nach vereinnahmten Entgelten) zu versagen ist, wenn der Freiberufler Bücher führt.
Unklarheiten gab es nun bei dem Begriff „Bücher führen“. Was sollte das nun bedeuten, dass jegliche Aufzeichnungen schädlich sind?
Der Deutsche Steuerberaterverband teilte nun mit, dass das Bundesministerium der Finanzen die Unklarheiten nun beseitigt hat. Es beantwortete die Frage des Landesverbands der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern e.V. (LSWB). Bücher führen bedeutet demnach, wenn der Freiberufler seinen Gewinn durch Betriebsvermögensvergleich erstellt. Werden Aufzeichnungen für die Erstellung der Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder einer OPOS-Liste zur Überprüfung der offenen Rechnungen geführt, schließt dies die Genehmigung nicht aus. Bleibt der Vorjahresumsatz unter 500.000 Euro, kann ebenso eine Ist-Versteuerung stattfinden.

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