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Am Ende des Jahres übermittelt der Arbeitgeber die Lohnsteuerbescheinigung an das Finanzamt. Danach ist eine korrigierte Lohnsteueranmeldung die eine Minderung der Lohnsteuerschuld hervorruft nicht mehr möglich. Ausnahmen dazu wurden nun durch das Bundesministerium der Finanzen geregelt;
Überweist sich ein Arbeitnehmer eigenmächtig und seine Befugnisse überschreitend Beträge, die ihm vertraglich nicht zustehen, ist das kein Arbeitslohn. Anders ist es, wenn der Arbeitgeber versehentlich etwas überweist. Selbst wenn der Arbeitgeber diese Beträge zurückfordern kann, handelt es sich um Arbeitslohn. Stehen die Lohnsteuer-Anmeldungen bzw. Lohnsteuerfestsetzungen unter dem Vorbehalt der Nachprüfung, können sie noch geändert werden. Allerdings ist die Änderung nur unter besonderen Umständen möglich, wenn die Änderung zur Minderung führt. Dies ist z.B. der Fall, wenn sich der Arbeitnehmer ohne vertraglichen Anspruch bedient hat. Der Arbeitgeber muss die korrigierte Lohnsteueranmeldung dann kennzeichnen, damit das Finanzamt die Änderung auch annimmt.
(BMF vom 07.11.2013 – IV C 5 – S 2378/0-07)

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