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Die noch recht neue Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung wurde für die Freiberufler konstruiert. Sie ist eine Partnerschaftsgesellschaft, die mit einer beschränkenden Haftung ausgestattet wurde, die sich jedoch nur auf Fehler bei der Berufsausübung bezieht. Das Eingehen von Verbindlichkeiten usw. ist bei der beschränkten Haftung nicht umfasst. Es handelt sich dabei nicht um eine Kapitalgesellschaft, sondern um eine Personengesellschaft. Genau dies war auch vom Gesetzgeber so gewollt.
Nun hat sich das Bundesministerium der Finanzen im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder mit der Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung befasst. Das BMF teilte der Wirtschaftsprüfungskammer mit, das eine Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung eine Personengesellschaft ist und daher keine Gewerbesteuerpflicht allein aufgrund der Rechtsform entsteht. Eine Gewerblichkeit aus anderen Gründen, z.B. die Aufnahme eines berufsfremden Partners, bleibt natürlich unberührt. Das BMF stellt auch noch einmal klar, dass berufsfremde Personen solche sind, die keine freiberufliche Tätigkeit im steuerlichen Sinne betreiben. Doch sind diese Personen sowieso schon nach dem Gesetz über Partnerschaftsgesellschaften von der Beteiligung an einer Partnerschaftsgesellschaft ausgeschlossen.
(BMF vom 28.10.2013)

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