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(c) Kzenon - Fotofolia.com

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Gewinne aus Kapitalgesellschaften werden auf der Ebene der Gesellschaft mit Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer belastet.

Zudem ist die Besteuerung dieser Gewinne auf der Ebene des Anteilseigners zu prüfen. Ist der Anteilseigener eine Kapitalgesellschaft findet grundsätzlich eine Steuerfreistellung gem. § 8b KStG statt.

Ist der Anteilseigener eine natürlich Person, muss geprüft werden, ob die Anteile im Betriebs- oder Privatvermögen gehalten werden.

Ausschüttungen im Privatvermögen unterliegen grundsätzlich im vollen Umfang der Abgeltungssteuer. Diese wird bereits an der Quelle einbehalten und beträgt 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuerabzug. Mit dieser Form der Pauschalversteuerung sind alle Steueransprüche des Fiskus abgegolten.

Findet die Ausschüttung im Betriebsvermögen statt, wird das bisherige Halbeinkünfteverfahren ab 2009 durch ein Teileinkünfteverfahren ersetzt. Danach werden 60 % der Ausschüttung besteuert, bislang waren dies nur 50 %. Soweit Betriebsausgaben mit diesen Einkünften in Zusammenhang stehen, sind diese auch nur zu 60 % abzugsfähig.

Per Saldo sind 40 % der genannten Einkünfte im Betriebsvermögen steuerfrei gestellt ab 1. Januar 2009. Früher waren dies 50 %. Die Anhebung erfolgt aufgrund der Absenkung der Steuerbelastung auf der Ebene der Kapitalgesellschaft. Der Körperschaftsteuersatz wird zeitgleich von 25 % auf 15 % gesenkt. Das Teileinkünfteverfahren ist anzuwenden ab 2009 für Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbständiger Arbeit und Vermietung und Verpachtung.

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