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Immer wieder stehen die Heilberufe in Verbindung mit der Umsatzsteuer auf dem Prüfstand. Handelt es sich um einen Heilberuf im Sinne des Umsatzsteuergesetzes oder nicht? Denn nur dann ist der Umsatz umsatzsteuerfrei.
Im konkreten Fall ging es um eine GbR (Klägerin), die in den Streitjahren eine Yoga-Schule betrieb. Gestritten wurde hier darum, ob es sich dabei um heilberufliche Leistungen handelt, die umsatzsteuerfrei sind.
Letztlich hatte der Bundesfinanzhof zu entscheiden. Doch der lehnte ab. Nach Auffassung des BFH ist die Frage schon ausreichend diskutiert und geklärt worden. Denn diese Heilbehandlungen müssen einen therapeutischen Zweck haben. Zwar sind auch vorbeugende Maßnahmen im Bereich der Humanmedizin zu den umsatzsteuerfreien Heilbehandlungen zu zählen. Gleiches gilt für Maßnahmen zum Schutz oder der Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der menschlichen Gesundheit. Doch verbessert Yoga lediglich den allgemeinen Gesundheitszustand und das reicht nicht aus, um sie als umsatzsteuerfreie Heilbehandlungen zu qualifizieren.
(BFH vom 04.10.2012 – XI B 46/12)

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