Die OFD Frankfurt/M. hat sich mit der Umsatzsteuer bei Heilberufen beschäftigt.

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Das Umsatzsteuergesetz sieht eine Umsatzsteuerbefreiung für heilberufliche Tätigkeiten vor. Dabei sind manche Tätigkeiten konkret aufgeführt. „Heilbehandlungen im Bereich der Humanmedizin, die im Rahmen der Ausübung der Tätigkeit als Arzt, Zahnarzt, Heilpraktiker, Physiotherapeut, Hebamme“ sind danach steuerfrei. Doch steuerbefreit sind auch „ähnlichen heilberufliche Tätigkeiten“. Was alles darunter fällt ist immer wieder Gegenstand von Gerichtsverhandlungen, denn während die Steuerpflichtigen sich im Bereich der steuerfreien heilberuflichen Tätigkeiten wähnen, sieht das Finanzamt meistens keine steuerfreie heilberufliche Tätigkeit.
Nun hat die Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main in einer aktuellen Verfügung die Tätigkeiten aufgelistet, die im Sinne des Umsatzsteuergesetzes als steuerfreie heilberufliche Tätigkeit anerkannt sind und die, die nicht anerkannt sind. Die nicht ausdrücklich genannten Heil- und Heilhilfsberufe fallen nur dann unter die Steuerbefreiung, wenn es sich um eine heilberufliche Tätigkeit handelt, die einem Katalogberuf ähnlich ist.
(OFD Frankfurt/M. vom 27.07.2012 – S 7170 A 59 – St – 112)