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Der Investitionsabzugsbetrag (früher Ansparabschreibung) sieht vor, dass Unternehmer unter gewissen Voraussetzungen für die künftige Anschaffung oder Herstellung eines abnutzbaren beweglichen Wirtschaftguts des Anlagevermögens (z. B. Lieferwagen) 40% der voraussichtlichen Kosten gewinnmindernd abziehen kann. Wird das Wirtschaftsgut dann angeschafft bzw. hergestellt ist der Investitionsabzugsbetrag wieder gewinnerhöhend hinzu zu rechnen. Gleichzeitig kann der Unternehmer das Wirtschaftsgut erhöht abschreiben bzw. Sonderabschreibungen in Anspruch nehmen.
Dieser Investitionsabzugsbetrag kann schon vor Betriebseröffnung in Anspruch genommen werden. Die Gewerbesteuerpflicht beginnt jedoch erst mit Betriebseröffnung. Daher kann es passieren, dass sich die gewinnmindernde Bildung des Investitionsabzugsbetrag nicht auswirkt, die spätere gewinnerhöhende Auflösung aber schon.
Nun kann der Unternehmer einen Antrag stellen (nach § 163 AO), wonach die gewinnerhöhende Hinzurechnung für Gewerbesteuerzwecke unterbleibt, sofern die Gewinnminderung auch keinen Einfluss auf die Gewerbesteuer hatte. Um in den Genuss dieser Vergünstigung zu kommen ist der Antrag allerdings zwingend erforderlich.
(Gleichl. Länderlass, FinMin Baden-Württemberg vom 26.01.2011 – 3-G 1498/1)

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