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(c) Mark Matysiak - Fotolia.com

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Im vorliegenden Fall erzielte der Kläger neben Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit als Controller auch gewerbliche Einkünfte. Er machte dabei einen Verlust geltend, der im Wesentlichen aus Ansparabschreibungen resultierte. Dabei gab er an, dass das Gründungsdatum für die selbstständige Tätigkeit der 01. November 2005 sei. Das Finanzamt berücksichtigte die Ansparabschreibung woraufhin der Kläger eine weitere Ansparabschreibung für die geplante Anschaffung von Büromöbeln beantragte. Der Kläger fügte dem Antrag einen Katalog einer Büromöbelfirma, Kopien von Prospekten mit Preisangaben und eine Kopie mit Kaffeemaschinen von nicht erkennbaren Anbietern bei. Die weitere Ansparabschreibung lehnte das Finanzamt ab.
Auch das Finanzgericht Rheinland-Pfalz wies die Klage zurück. Für die Bildung einer Ansparrücklage sei die genaue Bezeichnung der geplanten Anschaffungen erforderlich. Insbesondere seien Angaben zur Funktion des Wirtschaftsguts und zu den voraussichtlichen Kosten anzugeben. Außerdem sei bei Neugründungen eine verbindliche Bestellung Voraussetzung. Diese Voraussetzungen waren im Streitjahr nicht erfüllt.
(FG Rheinland-Pfalz  v. 09.06.2009 – 1 K 1447/07)

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