Der Fall erinnert an DocMorris: Auch gegen die Versandapotheke hatte der eigene Berufsverband geklagt und wollte damit ein zeitgemäßes Konzept mit verbraucherfreundlichen Preisen verhindern. Jetzt hat es das Online-Steuerbüro steuerberaten.de gleich doppelt erwischt: Die Steuerberaterkammer Köln hat bei der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf ein berufsrechtliches Ermittlungsverfahren gegen die Betreiber von steuerberaten.de angestrengt. Eine Steuerkanzlei aus Mönchengladbach fordert das Online-Steuerbüro auf, eine Unterlassungserklärung abzugeben. 

Der Hauptvorwurf in beiden Fällen: steuerberaten.de unterschreitet die in einer Verordnung gesetzlich festgeschriebenen Gebühren für Steuerberater. Und das stimmt sogar, denn das Online-Steuerbüro liegt tatsächlich bei besonders einfachen Fällen mit den Beratungskonditionen darunter. Doch das laut Überzeugung der Online-Steuerberater vollkommen zurecht, denn Steuerberater müssen angemessene Gebühren berechnen. Und würden sie die Preisvorteile, die dank der schlanken Online-Organisation erzielt werden, nicht weitergeben, würde sich steuerberaten.de dem Vorwurf des Wuchers aussetzen. 

Das Unterschreiten der Gebührenordnung ist berufsrechtlich immer dann möglich, wenn der tatsächliche Aufwand bei der steuerlichen Bearbeitung gering ausfällt. In der Praxis wurde diese Option bislang kaum angewendet, da es keine direkte Vergleichbarkeit von Angeboten zur Steuerberatung gab und die Berater selbst praktisch keinem Wettbewerb ausgesetzt waren. Nicht marktgerechte Gebühren bei wenig Buchungsaufwand sind dann oft die Folge.

„steuerberaten.de erbringt seine Beraterleistungen so transparent und günstig wie möglich und schafft mit dem neuen Vertriebsweg Internet dem privaten Verbraucher und Unternehmen eine sinnvolle Innovation, die auch vom Berufsstand unterstützt werden sollte“, sagt Ralf Müller von Baczko, Geschäftsführer von steuerberaten.de. „Wir werden auch weiterhin wirtschaftlich vernünftige Konditionen anbieten, denn wir sind der Meinung: Die Gebührenverordnung für Steuerberater schreibt in manchen Fällen nicht vertretbare Gebühren vor. Wir können die Standespolitik nicht verstehen, die uns verbieten will, Effizienzgewinne an unsere Kunden weiterzugeben. Dies gilt ganz besonders in diesen wirtschaftlich so schwierigen Zeiten“, so Müller von Baczko weiter.

Über steuerberaten.de: 

steuerberaten.de ist das erste wirkliche Online-Steuerbüro und bietet seit Oktober 2008 Standardleistungen wie Lohn- und Finanzbuchhaltungen, Jahresabschlüsse und Steuererklärungen mit Einzelfall-Beratung an. Der Gang ins Internet und der daraus entstehende Effizienz-Gewinn macht es steuerberaten.de möglich, die Einsparungs-Potenziale in Form von günstigeren Gebühren an die Mandanten weiterzugeben. Besserer Service, deutliche Transparenz sowie erheblich geringere Preise für Steuerberatung sind die Kernziele für steuerberaten.de. Weitere Informationen gibt es unter www.steuerberaten.de.

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