Bevor wir auf die Vorwürfe der Steuerberaterkammer Köln im Einzelnen eingehen, erlauben Sie uns bitte eine Vorbemerkung. Unsere geschätzten Mandanten müssen nicht befürchten, dass sie durch das nachstehend geschilderte Ermittlungsverfahren gegen die Geschäftsführer unserer Gesellschaft irgendwelche Nachteile in irgendeiner Form erfahren werden. Dies vorausgesetzt, bitten wir Sie, sich in Ihrer Entscheidung für unsere Steuerberatungsgesellschaft hierdurch nicht beeinflussen zu lassen und uns weiterhin Ihr Vertrauen zu schenken.

Über Ihre Unterstützung unserer Idee an dieser bzw. anderer Stelle sind wir allen Lesern ausdrücklich dankbar.

Doch nun zum Vorwurf:

Auf Antrag der Steuerberaterkammer Köln hat die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf gegen die Geschäftsführer von steuerberaten.de Steuerberatungsgesellschaft mbH in Köln ein berufsrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Steuerberaterkammer Köln führt in Ihrem Antrag vom 9. April 2009 i.w. aus, dass steuerberaten.de mit den Ersparnisrechnern zu günstige Steuerberatergebühren berechne, die „nicht alleine auf Grund der von dem Interessenten eingegebenen Daten“ zu ermitteln seien und , dass aufgrund dieser als unzulässig und als Lockangebote titulierten Gebührenangebote berufswidrige sowie irreführende Werbung betrieben werde, mit dem Ziel, sich berufswidrige Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Die Steuerberaterkammer Köln will dies aber offensichtlich steuerberaten.de nicht verbieten sondern die Geschäftsführer „nur“  bestrafen.

Den Vorwürfen widersprechend, hat steuerberaten.de in einer zweijährigen Entwicklung ein komplexes und intelligentes Berechnungssystem geschaffen, das auch im Einzelfall, basierend auf den vom Interessenten eingegebenen Daten, eine Gebührenberechnung im Rahmen eines Kostenvoranschlages ( erstmals ) zuverlässig ermöglicht.

Während bisher keine detaillierten sondern allenfalls vage und teilweise subjektiv motivierte Kriterien bei der Gebührenberechnung als Maßstab dienten, so dass in Ermangelung besserer Ellen häufig der Mittelwert von Rahmengebühren als Orientierungsgröße bei der Gebührenbestimmung dienen musste, liegt mit den Ersparnisrechnern nunmehr ein objektiviertes Berechnungsschema vor. Diese Gebührenkalkulatoren ermöglichen eine rein objektive und damit gerechtere sowie zuverlässige Gebührenberechnung. Und natürlich basieren diese nicht nur auf den Interessentenangaben sondern auch auf unsere jahrzehntelange Erfahrung als Steuerberater.

Und wenn ein Interessent steuerberaten.de beauftragt, werden nach Erbringung der Steuerberater-leistungen die Interessentenangaben gegebenenfalls aktualisiert und auf dieser Grundlage die erbrachte Leistung in dem entwickelten Schema abgerechnet, so dass immerwährende Transparenz für unsere Mandanten besteht. Eigentlich eine sinnvolle Innovation für den Verbraucher, die auch im Berufsstand unterstützt werden sollte.

Wenn solche transparenten Gebührenangebote von steuerberaten.de in besonderen Fällen auch unterhalb der Mindestgebühr liegen, ist dies zunächst einmal rechtlich zulässig – wenn nicht gar geboten – , denn der Steuerberater hat angemessene Gebühren zu berechnen und ist dabei unstrittig nach unten nicht auf Mindestgebühren beschränkt.
Und gerade der von der Steuerberaterkammer Köln genannte Beispielsfall für eine vermeintlich unzulässige Gebührenberechnung unterhalb Mindestgebühr zeigt, dass in diesem angeführten besonderen Fall ( mit hohem Umsatz und geringer Anzahl von Buchungssätzen ) vernünftigerweise nur eine Gebühr unter Mindestgebühr berechnet werden kann. Wenn uns die Steuerberaterkammer gleichwohl zu einer Gebührenberechnung von EUR 1.184,- (mindestens) und einer Höchstgebühr von EUR 7.104,- für 158 Buchungen zwingen will, müssen wir uns gleichzeitig von  Seite des Interessenten mit dem Vorwurf des Wuchers auseinandersetzen.

In einer globalisierten Welt, in der um wenige Cent je Buchung einzusparen, Firmenbelege aus Deutschland z.B. nach Rumänien transportiert werden, um dort digitalisiert und anschliessend z.B. in Indien verbucht zu werden, kann der Berufsstand der Steuerberater von seinen Mitgliedern nicht ernsthaft verlangen, je Buchung einen Betrag zwischen EUR 7,49 und EUR 44,96 zu verlangen.

Steuerberaten.de arbeitet zwar ausschliesslich in der vergleichsweise teuren Bundesrepublik Deutschland, gleichwohl kommen solche überteuerten kammerseitigen Mindestgebührengebote dann de facto einem  Berufsverbot gleich.

Der praktizierte Protektionismus hingegen, anderen konkurrierenden und die Steuerberater preislich unterbietenden Berufsständen wie Buchführungshelfern den Zugang zu den „Vorbehaltsmärkten“ zu erschweren oder ganz zu verstellen, wird vor diesem Hintergrund dann zwangsläufig zu einem Phyrrussieg. Denn die Märkte werden Mittel und Wege finden, trotz straffer Regulierung und Abgrenzung, Ihre Buchhaltungen zu wirtschaftlich vernünftigen Konditionen von anderen oder wo anders auch „legal“ betreuen zu lassen, denn „Steuerberater sind in der Regel einfach zu teuer!“

Wenn steuerberaten.de auch bei jeder Gebührenkalkulation die errechneten Gebühren im Rahmen der Gebührenordnung darstellt und aufzeigt, wie ein Interessent möglicherweise noch mehr sparen kann, ist das sinnvolle und aufklärende Beratung und dient allein der Transparenz für einen Interessenten. Diese bisher nicht bekannte Offenheit der Gebührenkalkulation schon etwas boshaft als Lockangebot zu bezeichnen und von irreführender Werbung in diesem Zusammenhang zu sprechen, lässt sich nur aus dem falsch verstandenen Traditionsbewußtsein eines in die Jahre gekommenen Berufsstandes  erkären, dem das Gefühl für den Verbraucher und dessen Offeneitsanspruch mit der Zeit abhanden gekommen ist.

Wir Steuerberater sollten uns aber zumindest auch ab und zu einmal überlegen, wie wir unseren Mandanten die aus Ihrer Sicht unerfreuliche Erfüllung Ihrer steuerrechtlichen Verpflichtungen als Dienstleister möglichst effizient und selbstverständlich ohne jegliche fachliche Qualitätseinbuße auch in Zukunft ermöglichen können. Dann werden wir vielleicht auch noch in der grenzenlos digitalisierten Welt unserer Kinder, die unsere Mandanten von Morgen sein werden, eine spezialisierte, wichtige Funktion und einen allseits geschätzten Platz in der Gesellschaft einnehmen.

Im Hier und Jetzt müssen allerdings die beschuldigten Geschäftsführer erst einmal einen auf das Berufsrecht von Steuerberatern spezialisierten Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen, um für Sie auch zukünftig günstig und transparent arbeiten zu können ohne hierfür unvermittelt eine Strafe befürchten zu müssen.

Über den weiteren Fortgang werden wir Sie natürlich laufend unterrichten.

18 Kommentare

  • Guten Tag,

    ich habe gerade diesen Artikel gelesen und mich fast weggeschmissen vor Lachen. Es ist mal wieder typisch für die Kammer, dass sie eine gute Geschäftsidee von vornherein kaputt machen will, da ich Ihre Idee erstklassig und unheimlich fortschrittlich finde. Zumal endlich mal ein Steuerberater sich so gegenüber den Mandanten verhält, wie man es sich wünscht. Fair und preiswert in seinen Leistungen.
    Ich bin gelernter Steuerfachangestellter und freier Mitarbeiter einer Stb- und WP Sozietät und übernehme in Eigenregie Buchaltungsaufträge, also wie es kammertechnisch so schön heißt, das Verbuchen der laufenden Geschäftsvorfälle. Ich würde mir wünschen, dass die Kammer sich endlich in die Zukunft orientiert und den Steuerberatern wie auch den freien Buchhaltungshelfern etc größere Rechte im Umgang mit den Geschäftspraktiken des Alltags überläßt. Sprich die Vorbehaltsaufgaben auch auf die USt-VA zu erweitern und Stb´s, wie Ihnen, die Möglichkeiten zu geben sich gute und neue Geschäftsfelder aufzubauen, auch wenn die Abrechenbarkeit sich nicht unbedingt in der Norm der Geührenordnung befindet. Die ist ohnehin veraltet und unverschämt teuer.
    Wie oft muss ich Rechnungen an Mandanten schicken, wobei ich jedesmal inständig hoffe, dass diese mir noch die Stange halten und bei mir als Sachbearbeiter bleiben. Die Anrufe kurz nach Erhalt der Rechnungen sprechen dabei für sich. Aber Sie kennen diese Problematik ja sicher selbst. Ich kann nur hoffen, dass Sie in Ihrem Rechtsstreit viel Erfolg haben und gegen die Kammer gewinnen. Das wär doch endlich mal was.
    Viele Grüße aus Ostfriesland.

    Richter
    Mit freundlichen Grüßen
    Richter

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  • Non scholae sed vitae discimus!
    für die Nicht-Lateiner: Nicht für die Schule, sondern für das Leben wird gelernt!

    es ist Klasse, das sich ein Unternehmen aus dem moderaten „Establishment“ in die Web 2.0 Welt wagt und ausgetretene Pfade verlässt. Barfuß oder in Lackschuhen, ist doch egal. Hauptsache das Ergebnis stimmt!

    DocMorris hat es vor Jahren vorgemacht. Inzwischen gibt es „Internet-Apotheken“ überall. Was war das damals 2004 für ein Aufsehen in den Medien durch die Apotheken-Kammer, die aufs Übelste über DocMorris hergezogen sind.

    Unterricht via Internet ist in Fahrschulen „strengsten“ verboten, da die Internet-Verbindungen angeblich für eine „Interaktion“ noch nicht stabil genug seien! (Sep.2008, Stellungsnahme eines Landratsamtes!- obwohl man bei denen sein KFZ Online anmelden kann!). Oder Unterschriften dürfen in Fahrschulen nicht digital erfolgen! (was bei jedem Postbote zulässig ist). Oder die deutsche Behörde und Verbände weigern sich erteilte Fahrstunden auf Mallorca anzuerkennen…
    als Geschäftsführer eines europaweiten Fahrschulunternehmens habe ich in 15 Jahren Marktführerschaft vieles erlebt.
    Selbst heute noch versuchen diese Verbände das Konzept zu stören, anstatt sich auf diese neue Welt im Internet einzurichten.

    In den Verbänden und Kammern sitzen durchweg, erfolglose Unternehmer (wer auch sonst hätte Zeit dafür?), die sich als Hüter der Traditionen aufspielen und ihre Daseinberechtigung durch unsinnige Klagen rechtfertigen müssen.
    Unfähigkeit wird halt mal nach Oben befördert.

    Non scholae sed vitae discimus – nichts dazu gelernt!

    Das ist auch letzendlich das Gute daran! Die Argumente dieser Opas passen nicht mehr in das 3.Jahrtausend!
    Ich bin mir sehr sicher, dass dieses Verfahren zu Ihren Gunsten ausgehen wird und Ihr Unternehmen dadurch eine „kostenlose“ Promotion erfährt .

    nur den Mutigen gehört die Welt! Das gilt auch für Kunden und Unternehmer!

    wir werden uns ihrem Unternehmen als Mandanten anschließen!

    Hans-Dieter Schwing
    SCOTAX Holding SARL /Strasbourg
    SCOUT-LOGIC Gruppe

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  • da sieht man das so mancher geldgierige Steurberater Angst bekommt!!!!
    Aber weiter so ich denke wen zum leben reicht warum soll das onlinebüro noch ein rießen honorar verlangen? Sollen die anderen mal drüber nachdenken!

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  • Schürger ,

    Es ist richtig, viele haben sich schon über offensichtlich zu hohe Steuerberatergebühren geärgert, vor allem dann, wenn die Leistung (Beratung, oft nur Steuervollzug) in keinem Verhältnis zum Preis stand.

    Insofern dient das Internetangebot von steuerberaten.de der Transparenz.
    Allerdings hätte mich einmal interessiert, ob die Gebühren sich schon immer
    in dem veröffentlichten Rahmen bewegt haben oder vielleicht doch etwas höher gewesen sind.

    Grundsätzlich werden heute die Daten per Internet weitergegeben, die Belege
    müssen bei meinem Steuerberater aber zusätzlich zur Einsicht vorgelegt werden.
    Fernmündliche Fragen sind üblich und werden im Rahmen der Bearbeitung häufig
    gestellt.

    Wird dieser Aufwand dann bei steuerberaten.de extra berechnet?

    Grundsätzlich ist es aber richtig, dass sich Steuerberater sehr gerne an die mittlere Gebühr und vor allem an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Mandanten halten, unabhängig vom Arbeitsaufwand.

    Bin gespannt, ob sich das Internetmodell durchsetzt.

    Könnte man dann ja auch auf viele andere Dienstleistungen übertragen.
    Architekten, Rechtsanwälte, Ingenieure, Gutachter jeder Coleur, möglicherweise sogar Ärzte in manchen Bereichen usw. usw.
    Sind sicher die zukünftigen Angriffsflächen für innovative Anbieter.

    Am Schluss wird von der Freiberuflichkeit nicht mehr viel übrigbleiben.

    Georg Schürger

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  • „Das haben wir schon immer so gemacht, Da koennte ja jeder kommen“. Bin ich froh, dass ich ausgewandert bin. Solche Klagen bestaetigen einmal mehr, dass man als Unternehmer wie Privatperson sich 2mal ueberlegen sollte, ob man sich das in D antut.

    Ihre Idee ist spitze…ich hoffe die deutsche Gerichtsbarkeit oder eben die EU Gerichte erkennen, dass Fortschritt statt Stillstand und Tradition gut fuer die Buerger sind.

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  • Hallo Kollegen!

    Tolle Idee, bereinigt den Markt!

    Nicht nur bei MyHammer.de geifern arbeitslose Frühstückdirektorberater wie Ihr zu Spottpreisen nach Plastiktütenbuchhaltungen, nein jetzt hat die „Geiz ist geil Gebührenuntertreibung“ endlich ein Zuhause im Netz.

    Vergleiche zu DocMorris?? Ihr werdet schon sehen, was passiert, wenn nur noch Online-Apotheken da sind. Pille ist Pille, Beratung hingegen Vertrauenssache.

    Nehmt Eure „Billig ist besser Klientel“, die kein anständiger Berater haben will.

    Ich habe erfolgreiche, vernünftige Mandanten, die für meine Arbeit, die Ihren Erfolg sichert, angemessene und faire Honorare gerne zahlt. Und das ist gut so.

    Und als Buchhaltungsknecht seit Ihr zu teuer. Jeder Bibu macht´s für 8 EUR pro Stunde – und das vor Ort!

    Viel Spaß mit den Krakusen,

    ein Kollege…..

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  • @Kollege:

    Hier spricht erneut die Angst. Fürchten Sie, die staatlich verordnete Arbeitsbeschaffungsmaßnahme „Ausfüllgehilfe Steuerunterlagen“ wird Ihnen durch die Konkurrenz abgenommen? Es wird in Ihrer Branche immer fortwährend auf die Gebührenordnungstabelle verwiesen. Eine Tabelle, die sich am Gewinn beteiligt – mit einer geringen Komponente, den eigentlichen Aufwand zu berücksichtigen.
    Die Buchung von 10 Belegen pro Monat mit jedoch hohen Umsatz- und resultierenden Gewinnsummen berechtigt Sie zur Abrechnung mittelhoher 4-stelliger Summen??! Für mich nicht nachvollziehbar. Konkurrenz belebt das Geschäft, sagt man so schön.

    Mit einem transparenten Steuersystem und übersichtlichen Regeln, denen der Normalbürger folgen kann, wäre allen geholfen – nur natürlich Ihnen nicht. Der Staat zwingt den Bürger regelrecht zum Steuerberater; Konkurrenz unter diesen ist unerwünscht. Seltsam – ihre Kunden müssen auch damit klarkommen.
    Ihre Aussage, dass Ihre Arbeit den Erfolg Ihrer Mandanten sichert, finde ich amüsant. Sie glauben doch nicht wirklich, dass Sie dazu beitragen? Haben Sie Ihre Kunden auf der Straße gefunden, Ihnen eine Geschäftsidee zugesteckt und gesagt „Na dann los, machen Sie mal!“ — um sich am Gewinn beteiligen zu dürfen? Sie sind aus Kundensicht Dienstleister, der eine Pflicht- und Routinearbeit abnimmt, damit man sich dem eigentlichen Geschäft widmen kann.

    „Faires Honarar“ ist Ansichtssache. Aus meiner Sicht insbesondere aufwandsabhängig. Die Erklärung aus einer fertigen Buchhaltung zu erstellen mit wenig Buchungen und entsprechend wenig Prüfungen entspricht in DATEV mehr oder weniger einigen Klicks und natürlich ein wenig Zeitaufwand. Aber hierfür einige Tausend Euro abrechnen zu wollen, hat einen Wucher-Charakter.

    Nun gut, momentan ist der Staat dank Lobby-Arbeit noch auf Ihrer Seite. Auch dies ändert sich. Zeit bringt Wandel. Zukunftorientierung ist hier das Stichwort.

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  • Köstlich. Selten so gelacht. Am Besten Sie kommen nach Malta und beraten von hier 🙂 . Dann koennen Sie auch gelich noch für die besseren Steuerbedingungen hier Werbung machen.

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  • Ich kanns eigentlich nur noch mal wiederholen.
    Ordnungsgemäße Bezahlung für hervorragende Arbeit.
    Die Eingabe einer Buchung, wird mit mindestens 7,49 Euro berechnet und der Arzt erhält für eine viertelstunde Beratung knapp 20 Euro ?
    Ne also mal im ernst, da läuft doch was komplett aus dem Ruder.

    Genauso wie diese ganzen Abmahnverrückten, da soll mann ebenfalls unter Zuhilfenahme einer Gebührenverordnung 300 Euro für eine Abmahnung hinlegen weil ein Zahlendreher in der USTID Nummer im Impressum ist. Aber ich glaube mittlerweile das ist der moralische Verfall der deutschen Gesellschaft. Dort wo man früher kurz angerufen hat um auf einen kleinen Fehler aufmerksam zu machen und auch aufgehört hat zu schlagen wenn jemand am Boden lag, so wir heute Abgezockt wo es nur geht und dem am bodenliegenden auch noch ein Messer in den Rücken gerammt.
    Aber das Internet ist ja so wunderbar Anonym !

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  • Interessant finde ich, dass bislang im Kalkulator häufig unter die Mindestgebühr gegangen wurde, das ist ja auch Stein des Anstoßes gewesen und hat zu der tollen Presse geführt. Aktuell gelingt mir dies nicht mehr, also sind die Preise wohl angezogen worden. Lockangebot würde man da wohl sagen … Die Gebühren liegen durchweg in dem Rahmen, den die meisten Steuerberater, knapp unter Mittelgebühr, dann aber mit persönlichem Kontakt vor Ort, auch nehmen. Und digitales Arbeiten ist zumindest den rd. 39.000 Steuerberatern die der DATEV angeschlossen sind ebenso möglich. Tolle Hülle liebe Kollegen, im Kern aber auch nur mit Wasser gekocht. Viel Aufruhr erzeugt, vielleicht dem einen oder anderen Kollegen ein Mandat „abgenommen“ und nun zurückrudern … da bleibt ein gschmäckle übrig …

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  • Lieber Kollege 2,

    steuerberaten.de hat die Gebühren seit Beginn der aktiven Tätigkeit im Herbst 2008 nicht erhöht. Insofern sind Ihre Mutmassungen bezüglich Lockangebote etc. schlicht falsch.

    Und wenn Sie unser Backoffice kennen würden, wüssten auch Sie, dass so manches von dem, was wir unseren Mandanten bieten, den rd. 39.000 Kollegen, die der DATEV angeschlossen sind, eben nicht möglich ist und wir nicht nur mit Wasser kochen…..Unsere Währung ist ganz im Gegenteil die Innovation zum Wohle unserer Mandanten und nicht „das Bewahren der Asche“.
    Aber das scheinen Sie auch zu erahnen und zu befürchten; oder was treibt Sie im Schatten der Anonymität herum?

    Mehr als ein Geschmäckle bleibt zumindest, wenn man wie Sie falsche Schlüsse aufgrund falscher Mutmassungen zieht und diese anonym verbreitet.

    Müller von Baczko
    Steuerberater

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  • Protektionismus hat noch nie etwas gesamtwirtschaftlich gebracht. Schön, dass das auch in diesem verkrusteten Berufsbild jemand bemerkt. Weiter so!

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  • Ein Interessent ,

    @Müller von Baczko

    Bitte mal auf die Frage von @Schürger eingehen:

    „Grundsätzlich werden heute die Daten per Internet weitergegeben, die Belege
    müssen bei meinem Steuerberater aber zusätzlich zur Einsicht vorgelegt werden.
    Fernmündliche Fragen sind üblich und werden im Rahmen der Bearbeitung häufig
    gestellt.

    Wird dieser Aufwand dann bei steuerberaten.de extra berechnet?“

    Danke

    Antworten

  • @Schürger @Ein Interessent:

    Vor der Beauftragung durch unsere Mandanten durchlaufen wir gemeinsam mit Ihnen unseren Gebühren-Kalkulator. In diesem Schritt wird geklärt, ob die Beleg digital oder lieber postalisch übermittelt werden. Die „üblichen“ Klärungen im Rahmen einer Bearbeitung sind immer im Preis einkalkuliert. Sonderfälle, die eine erweiteret Bearbeitung erfordern, werden u.U. auf Stundenbasis abgerechnet. Hierüber wird der Mandant immer vorab informiert bzw. dies wird immer vom Mandanten legitimiert.

    Gerne können Sie unsere kostenfreie (!) Hotline auch anonym nutzen, um einen Preis zu kalkulieren und alle offenen Punkte zu besprechen: 0800 / 815 815 8

    P.S.: Jeder Mandant kann bei uns monatlich kündigen! In sofern können wir uns verdeckte Kosten nicht erlauben 🙂

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  • @mvb:

    Was ist denn jetzt eigentlich aus der Klage der StB-Kammer Köln geworden?
    Oben heißt es, Sie würden hier über den weiteren Fortgang informieren.
    Ich finde aber weder hier noch auf der Webseite der Kammer einen weiteren Hinweis auf den Ausgang des Verfahrens.
    Danke!

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    • Hallo,

      die Steuerberaterkammer hatte seinerzeit ein Ermittlungsverfahren bei der Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf initiiert. Dieses Ermittlungsverfahren wurde zwischenzeitlich im Frühsommer 2011 eingestellt.

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  • Marc Schuster ,

    Das heißt Sie dürfen jetzt auch offiziell unterhalb der Gebührenordnung abrechnen, wenn der Arbeitsaufwand tatsächlich kleiner ist als die Mindestgebühr es erfordert?

    Mfg
    Marc Schuster

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