(c) Falkjohann - Fotolia.com

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Das ist neu: Es gibt ein elektronisches Meldeverfahren, über das die Finanzämter in diesem Jahr über Zahlungen der Rentenkassen an Rentner umfangreiche Informationen in einem automatisierten Verfahren erhalten. Von der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen werden unter Angabe der Steueridentifikationsnummer sämtliche Zahlungen aus Rentenkassen mit Empfängerangaben an die Finanzbehörden gemeldet. Die Behörde hat nun die Möglichkeit, ihrerseits zu prüfen, ob ein Rentenempfänger seiner Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung nachgekommen ist oder nicht. Denn ab dem Jahr 2005 sind Leibrenten zu 50 % steuerpflichtig. Der steuerpflichtige Anteil erhöht sich, sofern der Laufzeitbeginn einer Rente nach dem Stichtag 31.12.2005 liegt. So beträgt er beispielsweise für Renten, die 2009 zu laufen beginnen 58 %, d. h. 58 % der Renteneinkünfte sind steuerpflichtig. Renten mit Laufzeitbeginn ab 2040 sind sogar voll steuerpflichtig.Man geht davon aus, dass rund zwei Millionen Rentner bislang keine oder zu wenig Steuern zahlen – und da kann das Finanzamt ungemütlich werden.

Deshalb ist es wichtig, prüfen zu lassen, ob und in welcher Höhe Steuern zu zahlen sind. Denn nur für Einkünfte, die über dem Existenzminimum von € 7.664,00 bei Alleinstehenden und € 15.328,00 bei Verheirateten liegen, können Steuern anfallen. Als Faustformel gilt: Bei Renten im Jahr 2008 bis zu einem Jahreseinkommen von € 16.800,00 (bei Verheirateten € 33.600,00) fallen keine Steuern an. Doch Vorsicht – dies gilt nur, sofern keinerlei weitere Einkünfte vorliegen. Kommen noch z. B. noch Zins- oder Mieteinnahmen hinzu oder gar weitere Renten (z. B. Betriebsrenten), sollte unbedingt eine Steuererklärung abgegeben werden. Obligatorisch ist die Abgabe einer Erklärung bereits bei Renteneinkünften in Höhe von rd. € 15.500,00 bei Alleinstehenden.

Zu beachten ist ferner, dass die Nichtabgabe von Steuererklärungen als Steuerverkürzung und folglich als Steuerordnungswidrigkeit gewertet werden kann. Außerdem fallen bei verspäteter Abgabe ggf. Verspätungs- und Säumniszuschläge an, die vermieden werden sollten. Die Steuernachforderung wird nach Ablauf einer sog. Karenzzeit verzinst. Die Abgabe einer Erklärung kann durch Festsetzung eines Zwangsgeldes erzwungen werden.

Daher sollte in jedem Einzelfall die steuerliche Situation geprüft werden. Fragen hierzu beantwortet die Service-Hotline von steuerberaten.de kostenlos.

2 Kommentare

  • Alfred Weigel ,

    Sehr geehrte Damen und Herren.
    Wie ist dies geregelt, wenn mann eine Unfallrente von der BG(Berufsgenossenschaft-Staatlich) bekommt und dann noch die LVA-Rente und man zu 100% Schwerbeschädigt ist. Ausserdem noch eine Zusatzrente für die Piraenäusschiene die man tragen muß und daher erhöte schuhkosten hat.(auch von der BG)Werden
    die Renten alle zusammen gezählt bei der Rentenversteuerung . Wie verhält sich das.
    Kontte bisjetzt noch nirgendwo eine klärende Antwort erhalten.
    Ich wäre Ihnen Dankbar, wenn sie mir weiterhelfen könnten.
    MfG.
    Alfred Weigel

    Antworten

  • Paul-Hermann Rippe ,

    Kann ich den Betrag der VBL-Rente mit der LVA-Rente summieren?

    Selbst damit bleibt unser (verh.)Renteneinkommen unter dem im Beispiel
    genannten Betrag Von 38000,00 Euro im Jahr.Rentenbeginn war 1991.

    Herzl.Dank.

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