© Stefan Germer - Fotolia.com

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Vorliegend war ein Professor trotz seines Ruhestandes noch für eine Hochschule im Lehrbetrieb und in der Forschung tätig. Hierfür nutzte er ein häusliches Arbeitszimmer und erwarb auch Fachliteratur. Er behielt dies auch bei, nachdem die Hochschule im hierfür neben seinen Ruhestandsbezügen keine zusätzliche Vergütung mehr bezahlte. Als das Finanzamt ihm im Steuerbescheid seine Ausgaben unter anderem für sein Arbeitszimmer nicht als Werbungskosten anerkannte, erhob er Klage beim Finanzgericht.

Das Finanzgericht Hamburg wies seine Klage jedoch ab (Az. 3 K 33/11) . Die Richter verwiesen darauf, dass er diese Ausgaben nicht als Werbungskosten veranschlagen kann. Dies ergibt sich daraus, dass er außer seinen Ruhestandsbezügen über keine zusätzlichen Einnahmen verfügt. Von daher kommt ein Werbungskostenabzug nur hinsichtlich zusätzlicher Einkünfte erzielt. Dieses Urteil ist inzwischen rechtskräftig, nachdem der Bundesfinanzhof seine Nichtzulassungsbeschwerde als unbegründet angesehen hat (Az.VIII B 122/12).