© Patrizier-Design - Fotolia.comDie Ausgaben für Kinderbetreuung sind normalerweise nur bei Erstellung einer Rechnung und Überweisung auf das Konto als Sonderausgaben steuerlich abzugsfähig, Demgegenüber darf das Finanzamt Barzahlungen nicht anerkennen.

Aber darf das Finanzamt auch Kinderbetreuung durch einen Minijobber so streng sein? Das niedersächsische Finanzgericht hat dies verneint und einem Steuerzahler Recht gegeben. Die Richter begründeten das damit, dass das Erfordernis einer unbaren Zahlung nur bei Verpflichtung zum Erstellen einer ordnungsgemäßen Rechnung ergibt. Dies ergibt sich nach Auffassung des Gerichtes nebem dem Wortlaut des Gesetzes sowie auch aus der Entstehungsgeschichte der Norm. Das Aktenzeichen lautet: 3 K 12356/12.

Allerdings hat der Fiskus gegen dieses Urteil Revision eingelegt. Diese ist derzeit vor dem Bundesfinanzhof unter dem Aktenzeichen III R 63/13 anhängig.Aus diesem Grund sollten Steuerzahler auch bei Minijobbern im Bereich der Kinderbetreuung den Lohn besser überweisen. Dann sind Sie auf der sicheren Seite. Dem dem das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, sollte gegen den Steuerbescheid Einspruch einlegen und auf das Verfahren verweisen.

Auch im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen/Handwerkerleistungen sollten keine Barzahlungen geleistet werden, weil das Finanzamt diese nicht anerkennt und sich dabei auf das Gesetz beruft.