© Tom Nance - Fotolia.com

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Fiskus erkennnt Krankheitskosten  gewöhnlich nur eingeschränkt an

Dies kommt daher, weil Krankheitskosten vom Finanzamt normalerweise als außergewöhnliche Belastungen eingestuft werden. Dies hat für den Steuerzahler den Nachteil, dass von den geltend gemachten Kosten der Anteil der zumutbare Belastung abgezogen wird. Dies führt insbesondere bei Singles aber auch bei kinderlosen Eheleuten oft dazu, dass sich allenfalls ein kleiner Teil der Krankheitskosten steuermindernd auswirkt.

Krankheitskosten sind bei hinreichendem beruflichen Bezug Werbungskosten

Anders sieht die Situation jedoch bei einem hinreichenden beruflichen Bezug der Krankheit zum Beruf aus. Der Beruf muss die Ursache für die Erkrankung sein. Hier muss der Fiskus die Krankheitskosten als Werbungskosten anerkennen. Dies hat zur Folge, dass sich die gesamten Krankheitskosten steuermindernd ausirken können. Dies setzt lediglich voraus, dass alle übrigen Werbungskosten wie z.B. die Pendlerpauschale den Arbeitnehmer Pauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro im Kalenderjahr überschreiten-was gewöhnlich kein Problem ist.

Darüber hinaus reicht auch aus, dass ein klarer beruflicher Zusammenhang nachgewiesen werden kann. So etwas kommt etwa bei Mobbing am Arbeitsplatz und Burnout-Fällen infrage. Hier sollten Sie sich vor allem bei einem ablehnenden Steuerbescheid am besten von einem Steuerberater beraten lassen.