© CONSTANT44 - Fotolia.com

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Mobbing am Arbeitsplatz schlägt sich oft auch auf die Gesundheit nieder und. Die damit verbundenen Behandlungskosten die die Krankenkasse nicht übernimmt (etwa für Burnout-Therapie in einer Privatklinik, Medikamente, Zuzahlungen für Kur) können als Werbungskosten abzugsfähig sein. Von daher sollten Sie daran auch bei dem Ausfüllen Ihrer Steuererklärung denken.

Diess ergubt sich aus einer Entscheidung des Finanzgerichtes Rheinland-Pfalz, das bei einem Beamten die Kosten für eine Burnout Erkrankung als Werbungskosten anerkannt hat. Dabei ging es um psychosomatische Störungen, die aufgrund einer hohen Stress-Belastung mit seinem Vorgesetzten auftraten. Der Beamte konnte hierzu auch ein ärztliches Attest vorlegen. Der Beamte musste sich in einer Privatklinik behandeln lassen. Das Aktenzeichen der Entscheidung lautet: 2 K 1152/12.

In einem anderen Verfahren wird der BFH darüber entscheiden, inwieweit die Kosten für eine Bornout-Behandlungen Werbungskosten darstellen. Das Verfahre ist noch anhängig und wird unter dem Aktenzeichen VI R 36/13geführt.

Bei Nichtanerkennung der Ausgaben als Werbungskosten im Steuerbescheid sollten Mobbing-Opfer Einspruch einlegen und auf diese beiden Verfahren verweisen.