Wer das Schneeschippen auf dem Bürgersteig durch ein Unternehmen erledigen lässt, sollte an das Finanzamt denken. Die Ausgaben sind normalerweise als haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer absetzbar.

Die Finanzämter erkennen bisher die Kosten für das Schnesschippen häufig nur auf Gehwegen an, die sich auf dem Grundstück befinden. Wie sieht es aber mit dem Bürgersteig aus, der nicht über das Grundstück verläuft?

Hierzu hat jetzt der Bundesfinanzhof klargestellt, dass die Ausgaben für einen Dienstleister hier ebenfalls als haushaltsnahe Dienstleistung abzugsfähig sind. Das Finanzamt hatte zuvor spitzfindig damit argumentiert, dass gewöhnliche Bürgersteige nicht mehr als haushaltsnah angesehen werden können.

Dies überzeugte jedoch nicht den BFH. Zu bedenken ist, dass diese Sichtweise zu eng ist. Denn das Schneeräumen wird hier ebenfalls für den Haushalt erledigt. Dies gilt zumindest, soweit der betreffende Eigentümer oder Mieter zum Schneeschippen verpflichtet ist. Davon ist häufig auszugehen. Das Aktenzeichen der Entscheidung lautet: VI R 55/12.

Bitte denken Sie als Steuerpflichtiger daran, dass Sie Ihre Ausgaben auf das Konto des Unternehmens überweisen müssen. Im Falle einer Barzahlung entfällt die steuerliche Abzugsfähigkeit von haushaltsnahen Dienstleistungen.

© Falko Matte - Fotolia.com

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