© fotofrank - Fotolia.com

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Wer als alleinstehender Single noch bei seinen Eltern lebt und aus beruflichen Gründen eine Unterkunft am Ort seines Arbeitgebers benötigt, kann die Ausgaben hierfür womöglich als Werbungskosten wegen doppelter Haushaltsführung erfolgreich geltend machen. Das gilt sogar , soweit er bei den Eltern keine Miete zahlen muss. Dieser ergibt sich aus einem aktuellen Urteil des Finanzgerichtes Münster.

Der betreffende Arbeitnehmer hatte in seiner Steuererklärung einen Betrag in Höhe von über  12.000 Euro für doppelte Haushaltsführung geltend gemacht. Das Finanzamt lehnte eine Anerkennung als Werbungskosten im Steuerbescheid ab.

Doch der junge Mann setzte sich vor dem Finanzgericht Münster  durch. Die Richter nahmen ihm ab, dass er sich bei einen Eltern nur in der Dachgeschosswohnung aufhielt und dort über einen eigenen Haushalt verfügte. Aufgrund seiner Berufstätigkeit gingen sie von einer hinreichenden „Abnabelung“ aus. Dafür sprach aus, dass er an den Wochenenden ständig mit seinen Freunden unterwegs war und am regen Vereinsleben teilnahm. Dadurch zeigte er nach Auffassung des Gerichtes auch eine hohe Heimatverbundenheit. Sein Heimatort ist daher sein Lebensmittelpunkt. Das Aktenzeichen der Entscheidung lautet: 6 K 3093/11 E.Dieses Urteil zeigt, dass der Fiskus hier nicht zu streng sein darf.