© runzelkorn - Fotolia.com

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Allerdings gibt es hier für den Bezug von Kindergeld relativ hohe Hürden. Entweder muss sich das Kind bei der Arbeitsagentur regelmäßig – alle drei Monate – arbeitssuchend melden. Oder es muss auf andere Weise nachweisen, dass es „arbeitswillig“ ist.

Die Gerichte sind hier oft recht streng. Es muss nachweisen, dass es sich intensiv um einen Ausbildungsplatz bemüht. Hierfür reicht laut Finanzgericht Berlin nicht, dass es einmal im Monat eine Bewerbung verschickt. Besonders Hauptschülern soll nach Ansicht der Richter auf den Zahn gefühlt werden. Wie oft eine Bewerbung erfolgen muss wird allerdings nicht verraten. Das Aktenzeichen lautet: 6 K 6346/10.

Ihr arbeitsloses Kind sollte sich am besten beider Arbeitsagentur registrieren und der Familie regelmäßig eine Bescheinigung vorlegen.Es sollte sich auch erkundigen, in welchem Umfang die Arbeitsagentur die Bewerbungskosten und die Fahrten zu einem Vorstellungsgespräch erstattet.

Manche Arbeitgeber bieten einen Ausbildungsplatz nur nach einem Praktikum an, in dem sie keinen Cent sehen. Zuweilen nennen die Chefs das dann verharmlosend „Schnupperpraktikum“. Hier sollten sich Ihre Kinder gut überlegen, on sie sich darauf einlassen. Eventuell kann hier – besonders nach einem unerwarteten Dauerpraktikum von mehreren Monaten unter Ausbeutung der Arbeitskraft – unter bestimmten Voraussetzungen eine Vergütung nachträglich eingeklagt werden. Diesbezüglich empfielt sich eine rechtzeitige Beratung durch einen Rechtsanwalt.