© maxexphoto - Fotolia.com

© maxexphoto – Fotolia.com

Vorliegend befand sich das häusliche Arbeitszimmer in einer abgetrennten Wohnung im Dachgeschoss eines Zweifamilienhauses.

Als der Steuerpflichtige die Ausgaben für das Arbeitszimmer in der Steuererklärung  geltend machte, gab es

Ärger mit dem Finanzamt. Dieses erkannte die Ausgaben jedoch nur teilweise in Höhe von 1.250 Euro an. Hiermit war der Steuerpflichtige – ein Erfinder – jedoch nicht einverstanden. Er verwies darauf, dass ihm der vollständige Abzug  für das Arbeitszimmer zustehe. Es sei als außerhäusliches Arbeitszimmer zu behandeln, weil die Wohnung im Dachgeschoss nur über ein separates Treppenhaus zugänglich sei. Sie sei daher vollständig von dem privat benutzten Bereich des Hauses getrennt.

Hiermit konnte er weder das Finanzamt, noch den Bundesfinanzhof überzeugen. Die obersten Finanzrichter stellten klar, dass  dass hier die Abzugsbeschränkung nicht entfällt. Denn er handelt sich um ein häusliches Arbeitszimmer, weil es trotz der Trennung der beiden Etagen in die „häusliche Sphäre eingegliedert“ sei. Anders sei dies nur bei Räumen, die ausschließlich über eine „öffentliche Verkehrsfläche“ erreichbar sind. Lediglich dann sei die Verbindung zur häuslichen Sphäre hinreichend gelöst.Das Aktenzeichen lautet: VIII R 7/10.

Das bedeutet: Steuerpflichtige sollten bei einem Arbeitszimmer auf ihrem privaten Grundstück eine deutliche Trennung durchführen, damit alle Aufwendungen fürs Arbeitszimmer als Werbungskosten anerkannt werden. Am besten ist das Arbeitszimmer nur über den Bürgersteig erreichbar. In Mehrfamilienhäusern ist die Situation meistens einfacher, weil das Treppenhaus gewöhnlich als „öffentlicher Verkehrsweg“ gilt. Allerdings sollte sich das Arbeitszimmer auf einer anderen Etage als die private Wohnung liegen. Wie die Situation konkret aussieht, erfahren Sie am besten bei Ihrem Steuerberater.