Vorliegend hatte ein Ehepaar Kosten in Höhe von insgesamt fast 7.000 Euro für die  Betreuung ihrer drei Kleinkinder in der Steuererklärung angegeben. Sie haben ihre Kinder in einem Kindergarten, in einer Krabbelgruppe und durch ein Au-Pair-Mädchen betreuen lassen. Als das Finanzamt aufgrund der Gesamthöhe nur einen Teil der Kosten für die Au-Pair-Betreuung im Steuerbescheid anerkannte, klagten sie. Sie waren der Ansicht, dass das Finanzamt aufgrund ihrer persönlichen Situation die Kinderbetreuungskosten vollständig anerkennen muss. Schließlich ist die Betreuung von drei kleinen Kindern mit einem erhöhten Aufwand verbunden.

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Damit konnten die Eltern sich allerdings nicht durchsetzen. Der Bundesfinanzhof stellte klar, dass höchstens 2/3 der Kinderbetreuungskosten als Sonderausgaben abzugsfähig sind (höchstens 4.000 Euro je Kind). Diese Begrenzung durch den Gesetzgeber sahen die Richter als verfassungsgemäß an. Für die Beschäftigung von einem Au-Pair Mäcgen gebe es keinen Extra-Bonus. Das Aktenzeichen der Entscheidung lautet: III R 18/13.

Eltern sollten beachten, dass die Kinder normalerweise noch nicht 14 Jahre alt sein dürfen. Anders sieht die Situation im Falle einer schweren Behinderung des Kindes aus.Die setzt voraus, dass es sich aufgrund dessen nicht selbst versorgen kann. Darüber hinaus muss die Behinderung gewöhnlich eingetreten sind, bevor das Kind 25 Jahre alt geworden ist.

1 Kommentar

  • Mirko Bröcker ,

    Die Kosten eines Au-Pairs können aber teilweise auch darüber hinaus noch als haushaltsnahe Dienstleistung abgesetzt werden. In üblichen Au-Pair-Verträgen ist enthalten, dass das Au-Pair auch für leichte Tätigkeiten im Haushalt zuständig ist.

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