© Stefan Germer - Fotolia.com

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Bislang erkannte das Finanzamt im Steuerbescheid die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer nur bei ausschließlich beruflicher Nutzung als Werbungskosten oder Betriebskosten an. Erfolgte die Nutzung des darin befindlichen Schreibtisches zum kleinen Teil privat, hatte das gravierende Folgen. Das Finanzamt strich die Anerkennung der Aufwendungen und erkannte überhaupt keine Werbungskosten an.

 

Dies könnte sich bald als rechtswidrig herausstellen. Hierfür hat sich der neunte Senat des Bundesfinanzhofes ausgesprochen IX R 23/12. Da ein anderer Senat eine andere Auffassung vertritt, wurde der große Senat des Bundesfinanzhofes zwecks abschließender Klärung angerufen.

 

Von daher sollten Sie auch bei einer teilweisen privaten Nutzung ihres Arbeitszimmers die Kosten hierfür als Werbungskosten beziehungsweie Betriebsausgaben geltend machen. Wer einen ablehnenden Steuerbescheid erhalten hat, sollte gegen diesen innerhalb der Frist von einem Monat Einspruch einlegen. Dabei sollte auf das anhängige Verfahren verwiesen werden. Das gilt auch bei Nichtanerkennung einer Arbeitsecke durch den Fiskus. Am besten sollten Sie Ihr Arbeitszimmer nur bereuflich nutzen und daran keine Zweifel aufkommen lassen.