(c) PeJo - Fotolia.com

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Das Erbschaftsteuergesetz wurde zum 01.01.2009 geändert. Grund hierfür war die Vorgabe des Bundesverfassungsgerichtes, das die Ungleichbehandlung im Rahmen der Bewertung von Vermögen (z. B. Immobilien und Geldvermögen) anmahnte als nicht verfassungskonform. Gleichzeitig hat der Gesetzgeber die Freibeträge angehoben. Auf diese Weise soll ein Ausgleich geschaffen werden zur möglichen Mehrbelastung der Erben. Eine Mehrbelastung beim Vermögensübergang resultiert ggf. aus den höheren Bewertungsmaßstäben, nach denen Vermögenswerte ermittelt werden.

Die Anhebung der Freibeträge erfolgte in erster Linie für nahe Angehörige, da im Rahmen der Neuregelungen die sogenannte Kernfamilie steuerlich entlastet werden sollte.

Danach gelten ab den 01.01.09 höhere Freibeträge, insbesondere für nahe Verwandte. Maßgebend ist der Verwandtschaftsgrad des Erben zum Erblasser. Die Freibeträge betragen für Ehegatten € 500.000,00, Kinder € 400.000,00, Enkel € 200.000,00, weitere Abkömmlinge € 100.000,00, sonstige Erwerber € 20.000,00. Für die eingetragene Lebenspartnerschaft wurde ein Freibetrag von € 500.000,00 eingeführt.

Der Steuertarif ist im Aufbau gestaffelt. Er beträgt für nahe Angehörige wie Ehegatten, Kinder und Eltern 7 %  bei einem Vermögenserwerb bis € 75.000,00, 11 %  bei einem Erwerb bis € 300.000,00 und 15 %  bei Erwerben bis € 600.000,00. Anschließend ist der Tarif weiter gestaffelt und erreicht schließlich 30 % bei Erwerben über € 26.000.000,00.

Bei allen weiteren Erben beginnt der Tarif grundsätzlich mit 30 % und steigt auf 50 % bei Werten über € 6.000.000,00.

Ausführliche Berechnungen lassen sich über folgenden Link durchführen:
http://www.steuerberaten.de/do_it_yourself/rechner/erbschaftsteuer/index.php