Eine Scheidung ist häufig mit hohen Kosten verbunden. Doch geschiedene Steuerzahler können davon profitieren, dass sie einen Teil ihrer Ausgaben in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastungen geltend machen können.

Zusammenhang mit Gerichtsverfahren notwendig

Das Finanzamt muss allerdings gewöhnlich nur im Steuerbescheid Kosten anerkennen, die direkt mit dem Gerichtsverfahren zusammenhängen. Hierzu gehören vor allem die zu entrichtenden Gerichtskosten und die zu entrichtenden Gebühren für die Rechtsanwälte.

Scheidungsfolgesachen: Gewöhnlich kein Abzug als außergewöhnliche Belastung

Anders sieht es mit den sogenannten Scheidungsfolgesachen aus. Diese braucht das Finanzamt normalerweise nicht als außergewöhnliche Belastungen anzuerkennen. Dazu gehören insbesondere der Trennungsunterhalt, der Trennungsunterhalt und der Zugewinn. Denn diese Ausgaben sieht der Fiskus und die Rechtsprechung als vermeidbar und somit nicht als zwangsläufig im Sinne des Gesetzes an. Hierzu gehören auch die Kosten für ein Wertgutachten zwecks Schätzung des Wertes einer Immobilie im Rahmen des Zugewinnausgleiches (vgl. Hessisches FG 13 K 985/13). Dieses Urteil ist mittlerweile rechtskräftig.

© flashpics - Fotolia.com

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