Vorliegend ging es um einen Arbeitnehmer, der bei der Deutschen Bahn beschäftigt war. Er hatte teilweise seine wöchtentlichen Familienheimfahrten kostenlos mit dem Zug angetreten und dafür ebenfalls die Entfernungspauschale angesetzt. Doch das Finanzamt strich ihm die geltend gemachten Werbungskosten bezüglich der Zugfahrten im Steuerbescheid. Der Steuerzahler ließ sich das nicht gefallen und verklagte schließlich das Finanzamt.

Entfernungspauschale gilt auch für kostenlose Familienheimfahrten bei doppeltem Haushalt

Hierzu entschied schließlich der Bundesfinanzhof, dass der Steuerzahler auch für die Heimfahrten mit der Bahn die Entfernungspauschale ansetzen durfte. Dies ergibt sich daraus, dass diese verkehrsmittelunabhängig gilt. Von daher dürfen sich auch Steuerzahler darauf berufen, denen überhaupt keine Fahrtkosten entstanden sind. Sie müssen hier also lediglich glaubhaft machen könnnen, dass sie die angesetzten wöchentlichen Heimfahrten überhaupt gemacht haben. Das Aktzenzeichen der Entscheidung lautet: VI R 29/12.

Reisekostenvergütung durch Arbeitgeber wird angerechnet

Steuerzahler sollten aber berücksichtigen, dass Zahlungen durch den Arbeitgeber in Form von Reisekostenvergütungen hier angerechnet und daher von der Entfernungspauschale abgezogen werden.