Unterhalt an Eltern

Wer an seine eigenen Eltern Unterhalt zahlt, bei dem muss das Finanzamt diese Aufwendungen im Steuerbescheid gewöhnlich als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigen. Dies gilt jedenfalls dann, soweit diese unterhaltsbedürftig sind.  Vorrangig besteht hier normalerweise eine Unterhaltspflicht zwischen den Schwiegereltern. Diese gilt aber nicht, soweit der eigentlich Unterhaltsverpflichtete nicht zahlan kann, weil eretwa nur über eine niedrige Rente verfügt und damit kaum seinen eigenen Lebensunterhalt bestreiten kann.

Unterhalt an Schwiegereltern

Aber wie sieht es mit den Schwiegereltern aus? Hier besteht zwar nur eine Unterhaltspflicht gegenüber ihrem Ehepartner.  Aber es kommt vor, dass Zahlungen an Schwiegervater oder Schwiegermutter erfolgen. Hier muss das Finanzamt die Unterhaltszahlungen normalerwiese dennoch als außergewöhnliche Belastungen im Steuerbescheid anerkennen. Dies ergibt sich aus dem Wortlaut des Gesetzes. Nach § 33a Abs. 1 Satz 1 des Einkommenssteuergesetzes (EStG) muss eine Unterhaltsberechtigung gegenüber „dem Steuerpflichtigen oder dessen Ehegatten“ bestehen. Das bedeutet: Das Finanzamt darf Ihnen die Anerkennung dieser Kosten nicht einfach verweigern. Voraussetzung ist allerdings, dass die Schwiegereltern unterhaltsbedürftig sind und Ihre Ehe im zivilrechtlichen Sinne noch besteht.

Wer dies nicht gewusst hat, sollte  gegen seinen Steuerbescheid Einspruch einlegen. Dies ist innerhalb der Einspruchsfrist von einem Monat noch möglich. Gegen einen bestandskräftigen Steuerbescheid kann nur  in Ausnahmefällen etwas unternommen werden.