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Die für Kassenpatienten eingeführte Praxisgebühr in Höhe von 10 Euro pro Quartal ist vielen Patienten aber auch Ärzten ein Dorn im Auge. Patienten sollten dabei auch beim Ausfüllen ihrer Steuererklärung für das Finanzamt denken.

Es bringt allerdings wenig, wenn Sie die Praxisgebühr als Sonderausgaben geltend machen. Denn hierzu hat kürzlich der Bundesfinanzhof entschieden, dass ein Abzug als Sonderausgaben nicht infage kommt (Az. X R 41/11) Das kommt daher, weil es sich bei der Praxisgebühr um keine Vorsorgeleistung handelt. Anders ist das mit dem entrichteten Beiträge vor allem für die Krankenversicherung oder Pflegeversicherung.

Gewöhnlich sind jedoch die Aufwendungen für die Praxisgebühr als außergewöhnliche Belastungen anzusehen. Diese Ausgaben werden jedoch nur dann berücksichtigt, soweit sie die Grenze der „zumutbaren Eigenbelastung“ überschreitet. Wie hoch diese Grenze ist, richtet sich nach dem Familienstand. Wichtig ist, dass Sie die zugehörigen Quittungen sammeln. Eine Geltendmachung ist vor allem bei hohen Ausgaben für Medikamente in dem betreffenden Jahr empfehlenswert.

Bei hohen Zuzahlungen etwa für Medikamente, Krankenhausaufenthalte, Zahnarztrechnungen sollten sich Patienten bei ihrer Krankenkasse erkundigen, inwieweit eine Befreiung von der Praxisgebühr ausgesprochen werden kann.

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