In letzter Zeit kommt Hundesitting auch in Deutschland immer mehr in Mode. Dabei handelt es sich um Hundebetreuer, die auf Grundlage einer selbständigen Tätigkeit mit dem Hund Gassi gehen und ihn dann wieder nach Hause bringen. Vereinzelt nehmen Hundesitter als Tierbetreuer auch den Hund für mehrere Tage bei sich im Haushalt auf. Dabei können sie die Ausgaben für ihren Job gewöhnlich von der Steuer absetzen. Doch wie sieht es mit dem Hundehalter aus?

Hierzu hat kürzlich das Finanzgericht Münster entschieden, dass die Ausgaben für das sogenannte Dogsittung unter bestimmten Umständen als haushaltsnahe Dienstleistung abzugsfähig sind. Das ist aber nur dann der Fall, soweit die Wohnung beziehungsweise das Grundstück des Hundehalters nebst Garten nicht verlassen aus. Beim Verlassen des Grundstückes sind jedoch die Ausgaben mangels Nähe zum „Haushalt“ nicht als haushaltsnahe Dienstleistungen im Sinne des § 35 a EStG steuerlich  abzugsfähig. Mal sehen, ob dieses Urteil rechtskräftig wird. Das Finanzgericht Münster hat zwar nicht die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen. Möglich ist jedoch, dass hiergegen der betroffene Steuerpflichtige Nichtzulassungsbeschwerde einlegt. Das Aktenzeichen des Urteils vom Finanzgericht Münster lautet: 14 K 2289/11 E.