Ein Umzug ist nicht nur eine seelische Herausforderung, auch finanziell muss bisweilen tief in die Tasche gegriffen werden. Ein Teil des Geldes kann aber wieder in die Tasche zurückfließen, nämlich für den Fall, dass der Umzug beruflich oder dienstlich veranlasst ist. Das kann gegeben sein

© flashpics - Fotolia.com

© flashpics - Fotolia.com

 

  • mit dem Bezug oder Räumung der Dienstwohnung, oder
  • bei Bezug/Aufgabe der Zweitwohnung bei doppelter Haushaltsführung, oder
  • mit dem erstmaligen Dienstantritt, oder
  • wenn durch den Wohnungswechsel eine erhebliche Verkürzung der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte eintritt. Nach ständiger BFH-Rechtsprechung liegt eine erhebliche Fahrzeitverkürzung dann vor, wenn es zu einer mindestens einstündigen Verringerung der Dauer von Hin- und Rückfahrt insgesamt kommt, oder
  • infolge eines Umzugs auf Grund einer dienstlichen Versetzung, oder
  • beim Wechsel des Arbeitgebers, oder
  • bei einer wesentlichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

 

In diesen Fällen lassen sich die Aufwendungen von der Steuer absetzen und so die eigene Steuerlast mindern. Welche absetzbaren Aufwendungen in Zusammenhang mit einem Umzug kommen in Frage? Das ist eine ganze Reihe, so etwa

 

 

Um eine langwierige Zusammenrechnung zu ersparen hat auch hier der Gesetzgeber Pauschalen eingeführt. Nutzen sie diese Pauschalen, wird diese Höhe zur Steuerpflicht angerechnet, ohne dass die Kosten nachzuweisen sind. Praktisch für beide: Steuerzahler und Fiskus. Sie haben natürlich die Möglichkeit, falls die tatsächlich angefallenen sonstigen Umzugskosten höher als der jeweils für Sie zutreffende Pauschbetrag sind, die tatsächlich angefallenen Kosten anzusetzen. In diesem Fall müssen Sie jedoch die Kosten im Einzelnen durch Belege nachweisen.

 

Das Bundesfinanzministerium hat jetzt bekannt gegeben, das diese Pauschalen für Umzüge ab diesem Jahr steigen.

 

  • Für Verheiratete beträgt der Pauschbetrag für Umzüge, die ab Januar 2012 beendet werden 1.314 Euro, sowie 289 Euro für jede weitere Person.

 

  • Für Ledige gilt eine Summe von 657 Euro zuzüglich der 289 Euro für jede weitere Person.

 

Gleichzeitig wurde der Höchstbetrag der Anrechnung von umzugsbedingten Nachhilfekosten für Kinder erhöht, von vormals 1.617 Euro auf nun 1.657 Euro.