Der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) hat in seiner Pressemitteilung am 18.01.2011 auf eine nützliche Neuregelung ab diesem Jahr hingewiesen. Es geht um das Kindergeld.

© runzelkorn - Fotolia.com

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Bisher galt, dass der Anspruch auf Kindergeld verfällt, sobald das Kind mehr als 8.004 Euro pro Jahr verdient. Auch bei einer Berufsausbildung oder in der Wartezeitkann diese Summe durch Nebenerwerbstätigkeit durchaus erreicht werden.

 

Diese Einkünfte- und Bezügegrenze entfällt ab diesem Jahr. Ab sofort ist es unerheblich, wie hoch das Einkommen des Kindes ist und dieses muss auch nicht nachgewiesen werden. Es bleiben aber die Grundvoraussetzungen für das Kindergeld: Berufsausbildung, Übergangszeit oder Wartezeit auf einen Ausbildungsplatz, soziales Jahr oder andere begünstigte Freiwilligendienste. Bis zum 21. Lebensjahr berechtigt auch Arbeitslosigkeit zum Bezug des Kindergeldes .

 

Eine Ausnahme gibt es bei einer weiteren Ausbildung nach dem ersten Studium oder einem ersten Berufsabschluss. Hier darf das Kind eine Nebentätigkeit nicht mehr als 20 Stunden pro Woche ausüben. Andernfalls würde diese als Haupttätigkeit gelten und das Kindergeld entfiele.

 

Was nun? Elternteile, deren Anträge auf Kindergeld den vergangenen Jahren abgewiesen wurde, weil das Kind so viel verdient hat, sollten ab sofort wieder Anträge auf Kindergeld bei den zuständigen Familienkassen stellen