Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz beschäftigte sich damit, inwieweit Eltern die Kosten für die Beförderung ihrer Kinder zur Schule von der Steuer absetzen können. Dies ist selbst bei einem Umzug aus dienstlichen Gründen schwierig.

Im vorliegenden Fall musste ein Vater mit seinen schulpflichtigen Kindern

aus dienstlichen Gründen in eine Gegend ziehen, in der es keine öffentlichen Verkehrsmittel gab. Infolgedessen brauchte er sie notgedrungen zur Schule und holte sie dort wieder ab. Da der Arbeitgeber ihm dies nicht ersetzte, machte er die Aufwendungen schließlich als Werbungskosten geltend. Doch das Finanzamt erkannte diese weder als Werbungskosten, noch als außergewöhnliche Belastungen an. Der wütende Vater klagte schließlich auf Anerkennung der Ausgaben für den Sprit etc. als Werbungskosten. Doch das Finanzgericht Rheinland-Pfalz wies seine Klage ab. Die Richter entschieden, dass es an dem notwendigen Zusammenhang zu dem Beruf der Vaters fehle. Dies ergebe sich daraus, dass Eltern hier aufgrund ihrer Unterhaltspflicht zur Schule beziehungsweise zur nächstgelegenen Bushaltestellen bringen müssten. Dies sei nicht Angelegenheit des Steuerzahlers.Das Aktenzeichen des Urteils lautet: 2 K 1885/10.