© Gina Sanders2 - Fotolia.com

© Gina Sanders2 - Fotolia.com

Krankheitskosten können als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden und die Steuerlast mindern. Der Bundesfinanzhof hat 2010 in mehreren Urteilen die Nachweisregelungen für die Steuerzahler erleichtert.

Der Bundesgesetzgeber will die Im Rahmen des Steuervereinfachungsgesetzes 2011 allerdings wieder höhere Hürden schaffen. Das Gesetz soll will die bisher geltenden strengen Verwaltungsregeln zum Nachweis von Krankheitskosten zur gesetzlichen Regelung erheben. Damit müssen Verordnungen oder Bescheinigungen vor Beginn einer Heilmaßnahme oder dem Kauf eines medizinischen Hilfsmittels ausgestellt werden. Einfacher ist es bei  Arznei-, Heil- und Hilfsmittel. Hier genügt die Verordnung eines Arztes oder Heilpraktikers. Schwieriger dagegen bei besonderen Maßnahmen, wie

  • eine Bade- oder Heilkur,
  • eine Vorsorgekur,
  • eine Klimakur,
  • eine psychotherapeutische Behandlung ,
  • eine medizinisch erforderliche auswärtige Unterbringung eines an Legasthenie oder einer anderen Behinderung leidenden Kindes,
  • die Notwendigkeit der Betreuung durch eine Begleitperson, sofern sich diese nicht bereits aus dem Behindertenausweis ergibt,
  • medizinische Hilfsmittel, die Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens sind, und
  • wissenschaftlich nicht anerkannte Behandlungsmethoden wie Frisch- und Trockenzellenbehandlungen oder Eigenbluttherapie.

Hier werden ein amtsärztliches Gutachten oder eine ärztliche Bescheinigung eines Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) benötigt.

Schwierig ist auch, Krankenbesuche abrechnen zu lassen. Wer das wünscht, braucht eine Bescheinigung des behandelnden Krankenhausarztes für Besuchsfahrten zu einem länger im Krankenhaus liegenden Ehegatten oder Kind. Darin muss der Arzt bestätigen bestätigen, dass der Besuch entscheidend zur Heilung oder Linderung beitragen kann.

Eine Hürde muss das Steuervereinfachungsgesetzes 2011 allerdings noch nehmen,  die Zustimmung des Bundesrats.