Wenn Sie sowohl bei einem normalen Brötchengeber tätig sind, gleichzeitig aber auch eine selbstständige Tätigkeit ausüben, steht Ihnen die Arbeitnehmer-Pauschale trotzdem zu. Und zwar in voller Höhe. Das hat der Bundesfinanzhof entschieden (Az. VIII R 76/05). Dies gilt auch, wenn bei Ihnen überhaupt keine Werbungskosten angefallen sind.

Allerdings dürfen Sie nur diejenigen Aufwendungen als Betriebsausgabe geltend machen, die Sie für Ihre selbstständige Tätigkeit gemacht haben. Diese Zuordnung muss auch für das Finanzamt genau nachvollziehbar sein. Das gilt gerade dann, wenn Ihre Tätigkeiten sehr ähnlich sind (z.B. Jurist, der für eine Firma arbeitet und zugleich als Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei tätig ist).

Wenn Sie hier nicht aufpassen, darf das Finanzamt unter Umständen die Zuordnung selbst im Wege der Schätzung vornehmen. In diesem Fall müssen Sie mit einer Kürzung oder sogar Versagung der geltend gemachten Betriebsausgaben rechnen.