Wer zur Arbeit pendelt, kann die Kosten seines Arbeitsweges auf die Einkommenssteuerpflicht anrechnen lassen, derzeit mit 30 Cent pro Kilometer – die so genannte Pendlerpauschale. Da kommt pro Jahr einiges Zusammen und dementsprechend groß ist der Betrag, der bei der Steuerrückerstattung zurück in den eigenen Geldbeutel fließt.

© Daniel Bujack - Fotolia.com

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Dieser Betrag könnte noch größer werden, stellt der Bund der Steuerzahler in Aussicht. Er rät allen, die ihre Steuererklärung für 2010 noch nicht abgegeben haben, eine höhere Pauschale bei der Berechnung der Fahrtkosten anzusetzen – nämlich 35 Cent pro Kilometer. Der Hintergrund ist eine Verfassungsbeschwerde, die beim Verfassungsgericht in Karlsruhe verhandelt wird. In dieser wird die Ungleichbehandlung von Beamten und privaten Arbeitnehmern bemängelt, erstere dürfen nämlich bereits die 35 Cent pro Kilometer ansetzen. Aufgrund gestiegener Bezinpreise sei dies auch für Angestellte nur recht und billig.

Was ist also zu tun? Der Bund der Steuerzahler empfiehlt Angestellten, auch für 2010 die Pauschale mit 35 Cent anzusetzen, wie es Beamten auch möglich ist. Zwar hat das Bundesverfassungsgericht noch nicht entschieden und dementsprechend gewähren die Finanzämter nachwievor nur eine Pauschale von 30 Cent. Dagegen können sie dann allerdings Widerspruch einlegen. Entscheidet das Gericht im Sinne der Klage und ermöglicht auch eine höhere Pendlerpauschale, dann erhalten diejenigen, die Einspruch erhoben haben, ihr Geld nachträglich zurück. Für alle anderen heißt es – warten bis 2012.

2 Kommentare

  • Hört sich gut an aber wie und wo soll mann die 0,35 Euro eingeben?
    Bei den Werbungskosten kann ich lediglich die Wegstrecke, Arbeitstage etc. eingeben.

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  • Leider ein sehr schlecht recherchierter Artikel! Bei dem Verfahren geht es nicht um die Entfernungspauschale (allg. bekannt unter Pendlerpauschale) sondern um den pauschalen Kilometersatz von Auswärtstätigkeiten!

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