Die bisherige rechtliche Situation war für die Inhaber von Imbissbuden und

ihre Kunden unbefriediegend. Wer als Wirt einen kleinen Verzehrtisch zur Verfügung stellte und nur den günstigen Umsatzsteuersatz in Höhe von 7% verlangte, bekam leicht Probleme mit dem Finanzamt. Dieses stand häufig auf dem Standpunkt, dass ihm der Regelsteuersatz von 19% zustand. Die Wirte mussten also mit einer hohen Steuernachzahlung rechnen.

Diese untragbare Situation hat sich jetzt verbessert. Aus einem aktuellen Urteil des Bundesfinanzhofes ergibt sich folgende Faustformel. Wer seinen Kunden Stehtische anbietet, braucht normalerweise nur 7% der erzielten Umsatzsteuer abführen. Anders ist das allerdings dann, die Kunden sich hinsetzen können. Auch schon das Aufstellen eines richtigen Tisches dürfte bedenklich sein. Ein kleiner Trick ist jedoch erlaubt. Es macht nichts, soweit sich die Kunden  bei dem Standnachbarn Platz nehmen dürfen. Die Aktenzeichen lauten: V R 18/10 sowie V R 35/08. Der Bundesfinanzhof hat durch dieses Urteil die Vorgaben des EuGH umgesetzt. Stellt sich lediglich die Frage, was diese Unterscheidung für einen Sinn macht.