© sweet_caramel - Fotolia.com

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Wer als Arbeitnehmer in der privaten Wirtschaft tätig ist und und mit seinem PKW Dienstreisen unternimmt, wird gegenüber Mitarbeitern im öffentlichen Dienst  benachteiligt. Der Arbeitgeber darf nämlich nur einen Betrag in Höhe von 0,30 Euro als Dienstreisepauschale pro zurückgelegtem Kilometer steuerfrei ersetzen lassen. Anders ist das zumindest in einigen Bundesländern bei Arbeitnehmern im öffentlichen Dienst und Beamten. Hier darf der Dienstherr eine Dienstreisepauschale in Höhe von 0,35 Euro pro gefahrenem Kilometer zahlen, ohne das Steuern anfallen. Hiergegen hatten sowohl das Finanzgericht Baden-Württemberg als auch der Bundesfinanzhof im zugrundeliegenden Fall keine Bedenken. Allerdings hat der betreffende Steuerzahler Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Diese wird unter dem Aktenzeichen 2 BvR 1008/11 geführt.

Betroffene Arbeitnehmer sollten daher in ihrer Steuererklärung den höheren Kilometersatz geltend machen. Soweit das Finanzamt diese im Steuerbescheid nicht vollständig anerkennt, sollten sie hiergegen Einspruch einlegen. Dabei sollten sie sich auf das anhängige verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht berufen. Wer den höheren Kilometersatz nicht in seine Steuererklärung angegeben hat, sollte ebenfalls gegen den Steuerbescheid Einspruch einlegen. Das geht allerdings nur, soweit die Einspruchsfrist von einem Monat noch nicht abgelaufen ist.