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Im zugrundeliegenden Fall fiel dem Finanzamt erst nach mehr als 5 Jahren  auf, dass eine Arbeitnehmerin bei der Angabe der Kilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstelle geschummelt hatte. Sie trug als einfache Entfernung 28 km ein, obwohl diese in Wirklichkeit nur 10 km betrug.

Hierzu entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz,dass die Frau vorliegend eine Steuerhinterziehung begangen hatte. Dieser krasse Unterschied  hätte einem Laien auffallen müssen. Infolgedessen durfte das Finanzamt eine Steuernachzahlung verlangen, weil bei einer Steuerhinterziehung nicht die normale Verjährungsfrist von fünf Jahren gilt (Az. 3 K 2635/08). Dieses Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Fazit

Als Steuerzahler sollten Sie beim Ausfüllen Ihrer Steuererklärung unbedingt aufpassen und nicht mogeln. Dem Finanzamt fällt eine falsche Angabe etwa bei der Entfernungspauschale häufig auf. Dabei dürfen sich die Sachbearbeiter gewöhnlich Zeit lassen. Das Finanzamt muss eine sofortige Überprüfung nur dann durchführen, soweit Anlass für Misstrauen besteht.