Dass die Kommunen bei dem Durchsetzen von rückständigen Steuern immer dreister werden, ist nichts Neues. So müssen KFZ-Halter bei nicht entrichteter KFZ-Steuer mit der Stillegung ihres Autos rechnen. Aber auch Hundebesitzer haben nichts zu lachen – zumal ein Haustier wegen der laufenden Kosten eine teure Angelegenheit ist und viele Gemeinden ordentlich an der Steuerschraube drehen.

Was viele Tierfreunde zu Recht empört, sind die Pläne einer Gemeinde in der Schweiz. Der dortige Gemeinderat soll beschlossen haben, dass zukünftig Hunde bei nicht gezahlter Hundesteuer getötet werden können. Dieses krasse Vorgehen wird damit begründet, dass viele Hundebesitzer nicht ihre Hundesteuer entrichtet hätten. Dies sei für die Gemeinde und ihren Haushalt kaum tragbar. Möglich soll das ein altes Gesetz aus dem Jahre 1904 machen. Ist nur die Frage, ob so etwas mit den heutigen Gesetzen und der Verfassung im Einklang steht. Um einen Verstoß gegen das Tiergesetz zu vermeiden, soll der Vollzug dieser Todesstrafe „human“ durch Einschläfern erfolgen.

Ehe Sie selbst Ihren Hund aus finanzieller Not einschläfern lassen, sollten Sie sich erst einmal an Ihre Gemeinde wenden. Dort können Sie nachfragen, ob eine Befreiung, Ermäßigung oder ein Erlass von der Hundesteuer infrage kommt. In welchen Fällen das möglich ist, hängt von der jeweiligen Hundesteuersatzung Ihrer Gemeinde ab. Näheres hierzu weiß ebenfalls der örtliche Tierschutzverein. Notfalls können Sie Ihren Hund in ein Tierheim geben.

Quellen:
http://www.blick.ch/news/schweiz/bern/todesstrafe-fuer-hunde-bei-steuervergehen-164241
http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Weil-Herrchen-nicht-zahlt-soll-der-Hund-sterben-id9258146.html