© windzepher - Fotolia.com

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Steuerhinterziehung wird von vielen immer noch als Kavaliersdelikt angesehen. Dies gilt selbst dann, wenn es sich um Beträge in Millionenhöhe handelt. Doch gerade diesen meist wohlhabende Gruppe von Steuerhinterziehern, die Geldstrafen locker bezahlen, soll es an den Kragen gehen. Sie müssen nach einer aktuellen Entscheidungen des Bundesgerichtshofes mit einer Freiheitsstrafe von mehr als 2 Jahren rechnen- die nicht zur Bewährung ausgesetzt werden kann (Az. 1 StR 416/08). Eine Ausnahme wird nur noch in ganz selten gelagerten Ausnahmefällen gemacht.

Aber auch kleinere Steuersünder sollten sich lieber in Acht nehmen und es nicht zu weit treiben. Bis zu einer Höhe von 50.000 Euro braucht man zwar nach den Leitlinien dieser Entscheidung normalerweise „nur“ mit einer Geldstrafe zu rechnen. Aber zumindest nach dem Wortlaut des Gesetzes kann eine Freiheitsstrafe bei jeder Steuerhinterziehung verhängt werden- womit aber nach allgemeinen strafprozessualen Grundsätzen im Regelfall nicht zu rechnen ist. Es sei denn, es treten außergewöhnliche strafschärfende Umstände hinzu- wie etwa eine mehrfache Wiederholungstat und dass es sich nicht um eine minimale Summe handelt.