© Falko Matte - Fotolia.com

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Für volljährige Kinder in der Ausbildung gibt es nur unter bestimmten Voraussetzungen Kindergeld. Neben Einhaltung der Altersgrenze von 25 Jahren zuzüglich etwaiger Dienstzeiten darf es nicht zuviel verdienen. Die Verdienstgrenze liegt bei 8004,- Euro im Kalenderjahr.

Das Gute ist, dass sich bestimmte Aufwendungen des Kindes einkommensmindernd auswirken. Hierzu gehören auch Werbungskosten. Allerdings müssen diese normalerweise hierzu gegenüber der Familienkasse nachgewiesen werden.

Nach einer aktuellen Entscheidung des saarländischen Finanzgerichtes kann im Einzelfall auch eine Schätzung der Werbungskosten ausreichen. Dies setzt allerdings voraus, dass es sich dabei um kleine Beträge handelt.

Im zugrunde liegenden Fall entschied das Gericht, dass das Gericht die geschätzten Beträge für eine in Ausbildung befindliche Krankenschwester in Höhe von monatlich 13,- Euro für die Reinigung von Berufskleidung, 18,- Euro für Fachliteratur und 12,- Euro für Kontoführungsgebühren anerkennen muss. Diese Ausgaben entsprichen der allgemeinen Lebenserfahrung. Hinsichtlich der Kontoführungsgebühren ist zu berücksichtigen, dass das Finanzamt einem gewöhnlichen Steuerpflichtigen bei der Abgabe seiner Steuererklärung eine Pauschale in Höhe von 16,- Euro zugesteht. Darüber darf sich die Familienkasse nicht hinwegsetzen. Das Aktenzeichen dieser Entscheidung des saarländischen  Finanzgerichtes lautet: 2 K 1179/09.