© Stefan Germer - Fotolia.com

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Volljährige Kinder, die sich in einem Studium oder einer Ausbildung befinden, dürfen nicht zu viel verdienen.Sobald der Grenzbetrag von 8004,-€ durch Einkünfte und Bezüge des Kindes übeschritten wird, bekommen die Eltern kein Kindergeld mehr.

Allerdings werden besondere Ausbildungskosten normalerweise auf den Grenzbetrag angerechnet, wie etwa Studiengebühren, Fachbücher oder Fahrtkosten zur Ausbildungsstelle beziehungsweise Hochschule.

Bei einem geringfügig zu hohen Verdienst des Kindes  ist daher die Idee nacheliegend, dass das Kind lieber auf ein paar Euros seines Einkommens verzichtet, damit es weiterhin Kindergeld gibt. Das sollten Sie jedoch lieber nicht tun. In einer solchen Situation darf nämlich die Familienkasse diesen Verzicht ignorieren und Ihnen trotzdem das Kindergeld streichen. Das ergibt sich direkt aus dem Einkommenssteuergesetz.

Der Bundesfinanzhof hat gegen diese Regelung keine Bedenken. Im zugrundeliegenden Fall hatte ein Auszubildender auf sein Weihnachtsgeld verzichtet, damit die Eltern weiterhin Kindergeldzahlungen erhalten. Die Richter entschieden, dass dieser Verzicht rechtsmissbrüchlich ist. Von daher brauchte kein Kindergeld mehr bezahlt zu werden. Anders ist das nur, soweit der Verzicht nachweislich aus anderen Gründen erfolgt ist. Das Aktenzeichen dieser Entscheidung des Bundesfinanzhofes lautet: VIII R 16/02.