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Angestelllte haben es in einem Punkte gut. Sie brauchen keine Belege zu sammeln, soweit bei Ihnen nur Werbungskosten in Höhe von maximal 920,- Euro im Kalenderjahr anfallen. In diesem Fall steht ihnen auf jeden Fall eine Werbungskostenpauschale in Höhe von dieser Summe zu, die automatisch vom Finanzamt angesetzt wird.

Bei Freiberuflern werden hingegen gewöhnlich nur Betriebsausgaben steuermindernd berücksichtigt, die auch tatsächlich angefallen sind. Sie müssen im Zweifel durch den Betroffenen nachgewiesen werden.

Die FDP sieht hierin eine Benachteiligung von Freiberuflern gegenüber Angestellten. Sie fordert, dass Freiberufler pauschal bis zu 20% ihrer Umsätze als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen können. Dies soll gelten, soweit sie einen Umsatz bis zu 200.000 Euro erzielen.

Die Frage ist, ob das wirklich gerechtfertigt ist. Denn Freiberufler können häufig sehr viele Kosten als Betriebsausgaben absetzen, weil sie – im Gegensatz zu Angestellten – auf sich gestellt sind und sich ihre Büroausstattung, Arbeitsmittel etc. selbst beschaffen müssen.