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Als Steuerpflichtiger sind Sie gegenüber dem Fiskus schlechter gestellt als gegenüber einer normalen Verwaltungsbehärde. Während die Betroffenen in einem Verwaltungsverfahren einen Rechtsanspruch auf Einsicht haben, soweit dies zur Wahrung ihrer Rechte erforderlich ist, ist das in einem laufenden Steuerverfahren anders. Hier liegt es im pflichtgemäßen Ermessen des Finanzamtes, ob es einem Antrag auf Einsichtnahme in die eigene Steuerakte statt gibt. Es darf dies beispielsweise ablehnen, um einen Informanten zu schützen.

Anders ist das, soweit ein Dritter absichtlich einen unzutreffenden Hinweis gibt, um den betroffenen Steuerzahler zu schaden. Hier muss das Finanzamt dem Antrag unter Umständen stattgeben, damit das Opfer gegen ihn rechtlich vorgehen kann. Dieses kann sich hier darauf berufen, dass es ein Rehabilitationsinteresse hat. Dies hat das Finanzgericht Berlin-Brandenburg entschieden (Az.7 K 1213/07) . Im zugrundeliegenden Sachverhalt war aufgrund eines Tipps durch einen Dritten ein Grundstückseigentümer überführt worden, der bei sich einen Schwarzarbeiter für Sanierungsarbeiten beschäftigt hatte.