© AlienCat - Fotolia.com

© AlienCat - Fotolia.com

Aufgrund der schlechten Haushaltslage werden die von der Koalition beschlossenen Steuersenkungen immer wieder infrage gestellt. Dies wird auch damit begründet, dass die Steuereinnahmen – nach den jüngsten Schützungen des Bundesfinanzministeriums – im Jahre 2009 und 2010 wohl doch nicht so hoch ausfallen werden.

Dabei wird jedoch ignoriert, dass sich der Staat eigentlich nicht über sinkende Steuereinnahmen beklagen kann. Die Steuereinnahmen sind vielmehr in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen – und zwar um ein Vielfaches.

Dies ergibt sich aus einer Aufstellung des Bundesfinanzministeriums über das sogenannte „Steueraufkommen“. Die Steuereinnahmen betrugen  im Jahre 1970 ca. 78 Milliarden Euro, im Jahre 1980 186 Milliarden Euro, im Jahre 1990 fast 290 Milliarden Euro, im Jahre 2000 467 Milliarden Euro, im Jahre 2006 488 Milliarden Euro und im Jahre 2007 bereits 538 Milliarden Euro.

Nach Informationen des Bundes der Steuerzahler wird voraussichtlich im laufenden Jahr die drittgrößten und im Jahr 2010 die viertgrößten Steuereinnahmen seit dem Bestehen der Bundesrepublik erzielt werden. Dabei werden übrigens die Steuerzahler mit einem mittleren Einkommen am meisten zur Kasse gebeten.

Das Problem ist, dass die Ausgaben immer mehr steigen. Dies hat jedoch Ursachen, für die nicht der normale Steuerzahler zur Verantwortung gezogen werden kann – wie etwa die Verschlechterung der Stellensituation auf dem Arbeitsmarkt.