Sofern einem Mitarbeiter ein Dienstwagen zur Verfügung gestellt wird, muss dieser den mit der privaten Nutzung verbundenen geldwerten Vorteil versteuern. Dieser wird normalerweise nach der typisierenden 1% Regelung berechnet. Will er dies vermeiden, muss er ein Fahrtenbuch führen. Dies muss allerdings in ordnungsgemäßer Form geschehen. Ein Fahrtenbuch wird nur dann ordnungsgemäß geführt, wenn die Aufzeichnungen eine hinreichende Gewähr für ihre Vollständigkeit und Richtigkeit bieten. Dafür müssen sie sehr sorgfältig vorgenommen werden. Ansonsten geht das Finanzamt sehr schnell davon aus, dass die für die Ermittlung des geldwerten Vorteils notwendigen Kilometerangaben unzutreffend sind- und wendet die Berechnung nach der 1% Regelung an.

Dies darf es jedoch nicht, wenn es sich nur um unbedeutende kleinere Mängel handelt. Das hat der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 10.04.2008 (Az. VI R 38/06) entschieden. Im zugrundeliegenden Sachverhalt hatte ein GmbH-Geschäftsführer eine Fahrt nicht eingetragen, für die er eine Tankrechnung eingereicht hatte. Ferner bestand in zwei Fällen keine genaue Übereinstimmung zwischen den Kilometerangaben im Fahrtenbuch und den Werkstattrechnungen. Wegen solcher Unzulänglichkeiten darf nicht bereits die Ordnungsmäßigkeit des Fahrtenbuches verneint werden.

Die Entscheidung des Bundesfinanzhofes können Sie unter http://www.bundesfinanzhof.de nachlesen.