© Carmen Steiner - Fotolia.com

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Der typische Fall einer doppelten Haushaltsführung liegt dann vor, wenn ein Arbeitnehmer aus dem gemeinsamen Nest wegen einer Stelle wegziehen muss. Weil er das aber nicht ganz möchte, sucht er sich für die Arbeitswoche eine Unterkunft am Arbeitsort -und fährt dann am Wochenende heim zu seinem Ehegatten/Lebensgefährten.

Aber auch der ungekehrte Fall ist nach einer neuen Entscheidung des Bundesfinanzhofes denkbar. Dort wohnte ein Ehepaar erst einmal in einer gemeinsamen Wohnung am Arbeitsort. Dann gaben sie diese auf und zogen in die Heimat. Der Ehemann blieb während der Arbeitstage in einem Hotel wohnen und nahm sich dann am Arbeitswoche wieder eine Unterkunft als Zweitwohnung.

Der Bundesfinanzhof entschied, dass trotz der Wegverlegung der Familienwohnung die Aufwendungen aus doppelter Haushaltsführung wie Miete der Zweitwohnung und Fahrtkosten als Werbungskosten abzugsfähig sind. Dies würde sogar dann gelten, wenn er die bisherige Hauptwohnung am Arbeitsort zum Zweithaushalt umwidmet hätte. Hauptsache, er macht dies allein aus beruflichen Gründen. (Az. VI R 58/06).